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Poppelsdorfer Allee

Auch eine (fast) ganz "normale Straße" gehört zum städtebaulich prägendsten parkenensemble Bonns aus dem 18. Jh., die Poppelsdorfer Allee. Eine gute Adresse. Diese Allee verbindet die beiden Kurfürstlichen Schlösser auf eindrucksvolle Weise miteinander.

Genießen Sie weitere Impressionen

Noch heute gliedert dieses barocke Gesamtensemble mit Hofgarten / Alter Zoll, Stadtgarten, Botanischen Gärten, Baumschulwäldchen, Nussallee, Baumschulallee, Reuterstraße und eben die Poppelsdorfer Allee das Stadtbild. Sie diente im 18. Jh.als Promenade für den Hof und die Bonner Bürger und war kein öffentlicher Verkehrsweg. Ursprünglich plante Kurfürst Joseph Clemens dort einen Kanal. Schon 1718 verwarf er jedoch sein Vorhaben und favorisierte eine Allee, konnte sie aber nicht mehr bauen. Dies übernahm sein Nachfolger Clemens-August, der um 1745 in der Sichtachse zwischen dem Buenretiroflügel des Bonner Residenzschlosses und dem Poppelsdorfer Schloss die heutige doppelseitige Kastanienallee mit mittlerem Rasenteppich anlegen ließ. Die Rosskastanie zählte im 18. Jh. noch zu den exotischen Arten. Ein Vermessungsplan aus dem Jahre 1745 zeigt die neue Allee bereits mit doppelten Baumreihen auf beiden Seiten (Alleé double). Die Bäume standen ursprünglich, im Gegensatz zu heute, nach französischem Vorbild auf schmalen Rasenbändern. Ein Plan von 1756 zeigt einen in der Mitte verlaufenden Rasenstreifen. Gegen Veränderungen konnte sich auch dieser Gartenraum nicht wehren. Ab dem 19. Jh. wurde die Poppelsdorfer Allee mehr und mehr zur attraktiven Wohnadresse. Ursprünglich als Grünachse gedacht, die die freie Landschaft gliedert, ist sie heute Freiraum innerhalb urbaner Bebauung. 1855 wurde die barocke Stadtachse durch die Bahnlinie unwiederbringlich zerschnitten. 1985 begann man auf der Grundlage von französischen Katasterplänen sie zu restaurieren und verwandelte sie zurück, in das, was sie einst war: eine Promenade für Fußgänger.


Informationen:
Poppelsdorfer Allee, 53115 Bonn

Lageplan:


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©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung des Presseamtes der Bundesstadt Bonn

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