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Sigwardskirche

Diese Kirche ist etwas ganz besonderes. Bischof Sigward von Minden (1120-40), der eine ganz besondere Beziehung zu dem Ort Idanhusen gehabt haben muss, ließ diese kleine romanische, mit vier Altären ausgestattete Kirche als seine Eigenkirche errichten und widmete sie der heiligen Ursula und ihren Elftausend Jungfrauen. Der weitgereiste Begleiter des Kaisers Lothar III. holte bedeutende Freskenmaler nach Idensen, die die Kirche nach byzantinischen Vorbildern ausmalten. Sie verwendeten dazu unter anderem gemahlene Halbedelsteine wie Lapislazuli und Malachit. Die Malereien wurde später übertüncht und in diesem Jahrhundert wieder freigelegt und restauriert. Auch die aus Deistersandstein sorgsam gefügten Außenwände mit dem früher höheren Turm und den Storchennest sind sehenswert. Baumeister Hase rettete die Kirche 1888 vor dem Abbruch und bewahrte so ein Kleinod vor der Zerstörung, das in Niedersachsen seinesgleichen sucht.

Genießen Sie weitere Impressionen

Die Alte Kirche in Idensen wurde im Auftrag des Bischofs Sigward von Minden (gest. 1140) als Eigen-, wahrscheinlich auch als Grabeskirche, gebaut. Der weitgereiste, gelehrte Bauherr gehörte zum engsten Kreis um Kaiser Lothar III.
Sie ist aus sorgfältig bearbeiteten Sandsteinquadern errichtet. Dem schlichten Baukörper ist ein Westturm vorgelagert. Reicher präsentiert sich der einschiffige Kirchenraum, der durch Wandvorlagen mit Halbsäulen und Gurtbogen in drei Gewölbefelder gegliedert ist. Höhepunkt stellt die Apsis dar, ausgezeichnet durch acht schlanke Säulen aus grünem Stein. Das Langhaus öffnet sich nach Norden und Süden in zwei Seitenkapellen mit Altarnischen, die von Säulen gerahmt sind. Die oberen Kirchenwände und Gewölbefelder tragen außerordentlich qualitätsvolle Wandmalereien aus der Erbauungszeit um 1130. Im Einklang mit der Architektur schließen sie sich zu einem „Gesamtkunstwerk" von internationalem Rang zusammen.
Ein Kleinod der mittelalterlichen Wandmalerei
Seit dem 15. Jahrhundert wurde die Ausmalung durch mehrere Kalkanstriche überdeckt und blieb so der Nachwelt erhalten. Die Wandmalereien wurden am Ende des 19. Jahrhunderts wieder entdeckt, jedoch erst 1930/34 vollständig freigelegt. Seit dem waren mehrere aufwändige Konservierungsmaßnahmen notwendig.
Heute wird die Kirche klimatisiert, um Schwankungen der Luftfeuchtigkeit in engen Grenzen zu halten. Damit sollen die in der Malschicht enthaltenen Salze stabilisiert werden.
Historische Wandmalereien sind wertvolle kulturgeschichtliche Dokumente. Sie können dem heutigen Betrachter einen Einblick in die mittelalterliche Vorstellungswelt vermitteln. In Idensen ließ Bischof Sigward von unbekannten Künstlern ein umfangreiches Ausmalungsprogramm schaffen: So werden im Langhaus drei Szenen des Alten Testaments jeweils einer des Neuen Testaments typologisch gegenübergestellt, um theologische Inhalte zu veranschaulichen. Das erste typologische Paar stellt die Taufe und die Arche Noah dar. Sie werden unter dem Stichwort „Wasser" einander gegenübergestellt. In beiden Szenen hat Wasser eine vernichtende und bewahrende/reinigende Kraft.
Das zweite Paar stellt den Turmbau zu Babel der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten gegenüber. In beiden Bildern geht es um Sprache: Weil die Menschen sein wollen wie Gott, verwirrt er ihre Sprache(n); weil er aber Frieden auf Erden will, gibt er den Heiligen Geist, der Verständigung auch über Sprachgrenzen hinweg ermöglicht.
Vom dritten Paar ist nur noch die Szene vom jüngsten Gericht deutlich erkennbar. Auf alttestamentlicher Seite ist dem wahrscheinlich die Geschichte von Sodom und Gomorrha gegenübergestellt. Thema ist hier die Scheidung der Gerechten von den Ungerechten, der Seligen von den Verdammten.
Alle drei Paare sind auf die Darstellung der Majestas Domini (Gott als Herrscher der Welt) in der Apsis hin orientiert und werden von ihr zusammengehalten.

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von www. sigwardskirche.de (Ralf Leopold)

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