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Antike Stadt Troja Besonders Sehenswert

Der griechische Dichter Homer schrieb im 8. Jh. v. Chr. in seinen Epen Ilias und Odyssee mündlich überlieferte Dichtungen auf, die bis ins 2.Jt. zurückgingen. Fasziniert von den Mythen des 10jährigen Kriegs um Troja und der Odyssee begann der Kaufmann Heinrich Schliemann auf dem Hügel Hisarlik von 1871 - 1890 mit den Ausgrabungen der antiken Stadt Troja. Da die Ausgrabungsmethoden noch in den Anfängen steckten und es Heinrich Schliemann in erster Linie um archäologische Schätze ging, wurden Hinweise und Zusammenhänge unwiederbringlich zerstört. Schliemann ließ einen Graben durch den gesamten Hügel ausheben, den heute genannten Schliemann-Graben. Erst sein Mitarbeiter und Nachfolger, der Architekt Wilhelm Dörpfeld, stellte die neun Hauptschichten im Grabungshügel fest und nummerierte sie von der untersten Schicht nach oben, von I - IX.

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Funde der einzelnen Schichten


Troja I
ca. 2920 - ca. 2350 v. Chr., Frühe Bronzezeit
Die erste Siedlung hatte einen dörflichen Charakter. Erhalten sind die südliche Toranlage und im Schliemann-Graben wurden die Grundmauern von Langhäusern und einem Megaron (Haus Nr. 102) gefunden. Die Bauform eines Hauptraums mit einer Vorhalle wird im Griechischen als Megaron bezeichnet und gilt als ursprüngliche Form der griechischen Tempel. Die gefundene braun-schwarze Keramik trägt eine weiße Ritzverzierung.


Troja II
ca. 2550 -2250 v. Chr., Frühe Bronzezeit
In dieser Schicht befand sich eine große Burganlage mit einer Verteidigungsmauer aus einem Steinfundament und Lehmziegeln. Innerhalb der Burg dienten die Langhäuser mit Vorhallen vermutlich als Kult- und Versammlungsstätten. Eine heute restaurierte steile Steinrampe führt zum Südwesttor. In dieser Schicht fand Schliemann den "Schatz des Priamos". Die gefundenen Gegenstände wie Keramiken und Waffen weisen eine große handwerkliche Kunst auf, die auf Handelbeziehungen mit Mesopotamien und Ägypten schließen lassen.


Troja III, IV, V
ca. 2250 - 1740/ 30 v. Chr., Frühe Bronzezeit/ Anfang der Mittleren Bronzezeit
In dieser Zeit wurde die Bebauung innerhalb der Burg dichter, wobei die Bauphasen immer wieder durch Brände unterbrochen wurden. Aneinander gebaute Häuser hatten ein gemeinsames Dach (Anatolisches Siedlungsschema). Die Keramikfunde zeigen Gefäße mit Gesichtern oder kegelförmige Becher mit zwei Henkeln.


Troja VI
ca.1740/ 30 - ca. 1180 v. Chr.; Mittlere Bronzezeit/ Späte Bronzezeit; vermutlich Homers Troja
In dieser Blütezeit Trojas entstand ohne Rücksicht auf die ältere Bebauung ein neuer Herrscherpalast mit einer Größe von 180 x 125 m. Bemerkenswert ist die gewaltige Burgmauer, im unteren Teil 4-5 m breit und 6 m hoch aus Quadersteinen mit Sägezahnvorsprüngen. Die Mauer wurde mit Lehmziegeln auf 10 m erhöht. Mehrere Tore und das südliche Haupttor führten in die Burganlage. Im Inneren waren die Gebäude auf Terrassen entlang der Burgmauer errichtet. Die letzte Bauphase wurde durch ein schweres Erdbeben beendet.


Troja VII
ca. 1180 - ca. 700 v. Chr., Übergang zur Frühen Eisenzeit
Nach der Zerstörung wurden Gebäudereste weiter genutzt und innerhalb der Befestigungsanlage entstand eine neue kleinteilige Bebauung. Neben den alten Traditionen, wie die Herstellung der Keramik mit der Töpferscheibe tauchten plötzlich wieder handgefertigte Tonwaren auf, die auf eine Besiedlung aus dem Balken- und Schwarzmeerraum hinweisen.


Troja VIII
ca. 700 - 85 v. Chr., Griechisches Ilion
Schon um 700 v. Chr., zu Lebzeiten Homers, errichteten äolische Griechen ein Heiligtum. Nach Jahrhunderten der Armut erfolgt im 3. Jh. v. Chr. der Bau des Athena-Tempels auf dem Burgberg zur Verehrung der Heiligen Stadt Ilion, als Erinnerung an den trojanischen Krieg. Die Stadt entwickelte sich zu einem religiösen und politischen Zentrum und es erfolgte erneut die Besiedlung der Unterstadt, z.. T. in den Ruinen von Troja VI und Troja VII. Im Jahr 85 v. Chr. zerstörte der römische Heerführer Fimbria die "Heilige Stadt Ilion".


Troja XI
85 v. Chr. - ca. 500 n. Chr., Römisches Ilium
Unter dem Kaiser Augustus (63 v. Chr. - 14 n. Chr.) wurde die Stadt neu aufgebaut und der Athena-Tempel restauriert. Ein Odeion - ein überdachtes Konzerthaus, Sport- und Badeanlagen, ein großes Theater und repräsentative öffentliche Gebäude entstehen. Um 500 n. Chr. wurde die Stadt durch mindestens zwei Erdbeben zerstört.


Troja X
12./ 13. Jh.; Byzantinisches Ilion
Erst ab dem 12. Jh. gibt es wieder Hinweise auf eine Besiedlung, die im 14. Jh. mit der türkischen Eroberung aufgegeben wird.


Heutiges Troja
Teile der Landschaft um Troja wurden 1996 von der türkischen Regierung zum "Historischen Nationalpark Troja" ernannt und 1998 wurde Troja in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.


Trojanisches Pferd
Das trojanische Pferd wurde 1975 von dem türkischen Künstler Izzet Senemoglu errichtet.

Adresse:
N 39,95722° O 26,23861°
Informationen:
Antike Stadt Troja (türk. Truva) liegt ca. 30 km südlich von Canakkale und 240 km nördlich von Izmir.
Hinweis:
Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:

Verfasser: TDW

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