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Traumhafte Rundreisen / Europa / Spanien / Tarragona

Archäologisches Ensemble von Tarraco Besonders Sehenswert

Das archäologische Ensemble von Tarraco umfasst vierzehn Monumente der römischen Architektur. Es wurde 2000 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Der Antrag zur Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes erfolgte 1997. In den Jahren 1998 und 2000 besuchten daraufhin Experten des Internationalen Rats für Denkmalpflege (ICOMOS) Tarragona.

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Das World Heritage Committee kam abschließend zur Bewertung, dass Tarraco eine der wichtigsten Städte im Römischen Reich gewesen sei. Sie verfüge daher über hervorragende öffentliche Gebäude. Darüber hinaus gebe es einen beeindruckenden Komplex mit Kultbauten für die kaiserliche Dynastie. Tarraco sei die erste Hauptstadt einer römischen Provinz gewesen und als solche zum Vorbild für nachfolgende Gründungen wie beispielsweise Lugdunum (Lyon) geworden. Die erhaltenen Reste vermittelten einen Eindruck von der gesamten Geschichte der Stadt vom 3. Jh. v. Chr. bis zum Ende der römischen Herrschaft. Darin werde Tarraco lediglich durch die Stadt Rom übertroffen.
Obwohl die meisten römischen Bauten nur in Teilen erhalten und viele unter der neueren Bebauung verborgen seien, vermittelten sie doch einen lebhaften Eindruck von der Pracht dieser Stadt in der römischen Provinz. Es wurde daher eine Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes empfohlen.
Zum archäologische Ensemble gehören
  • Stadtmauer
  • Das Provinzialforum
  • Das Forum der Koloniestadt
  • Der Circus Torre de Pretori
  • Das Theater
  • Das Amphitheater
  • Bauten aus spätantiker und frühchristlicher Zeit
  • Der Aquädukt Les Ferreres
  • Römische Monumente in der Umgebung
    • Römische Villen
      Das Umland der Stadt, das sogenannte Camp de Tarragona, gilt dank britischer Forschungen als relativ gut erforscht.[63] In direkter Nähe zur römischen Stadt wurden mehrere außergewöhnlich große Villae rusticae ausgegraben. Die bedeutendsten sind:
      • Centcelles
        Die archäologische Anlage von Centcelles liegt zwischen dem Francolí und der Ortschaft Constantí an der römischen Straße, die Tarraco mit Ilerda verband. Nachweisbar sind fünf Bauphasen. Sie wurde seit 1956 vom Deutschen Archäologischen Institut, Außenstelle Madrid untersucht und restauriert. Am wenigsten bekannt ist die republikanische Phase des Gebäudes (2.–1. Jh. v. Chr.). Im 1. oder 2. Jh. n. Chr. wurde ein großer landwirtschaftlicher Betrieb gebaut, der einen Wohnbereich sowie eine Stellfläche für dolia enthielt. Nach dem Anbau eines weiteren landwirtschaftlichen Gebäudes im 3. Jh. wurde die Anlage im 4. Jh. komplett umstrukturiert. Sie erhielt nun eine Ost-West-Ausrichtung, welche die alten Strukturen zum Teil überlagerte. Darin waren nun ein Thermalbereich sowie zwei Kuppelsäle enthalten. Anscheinend wurde das Projekt schon vor seiner Vollendung modifiziert. Einer der beiden Kuppelsäle wurde in ein Mausoleum umgewandelt und der Thermalbereich wurde verändert. Bei dem Mausoleum handelt es sich aufgrund seines großen Kuppelmosaikes und der frühchristlichen Wandbemalungen um eines der bedeutendsten Denkmäler seiner Zeit in ganz Spanien. Es wird gedeutet als politisches Monument, das in Anlehnung an das Grabmal des Constans, Sohn Kaiser Konstantins des Großen, der im Jahre 350 vielleicht sogar in der Nähe ermordet wurde, gestaltet worden war.
      • Els Munts
        Die imposanten Reste dieser Anlage sind noch heute sichtbar. Sie befindet sich etwa 10 km nordöstlich von Tarragona am Ortseingang von Altafulla auf einer Kuppe, die das Meer überblickt. Es handelt sich um einen großen Komplex, bestehend aus zwei Wohnhäusern sowie einem großen Thermenbereich mit dazugehörigen Zisternen. Die ausgegrabene Fläche beträgt 127 mal 110 m und bildet heute einen archäologischen Park. Wahrscheinlich wurde sie im 1. Jh. v. Chr. errichtet. Statuen- und Keramikfunde belegen, dass sie auch noch in der Spätantike genutzt wurde. Das genaue Datum ihrer Auflassung ist nicht bekannt, jedoch lassen Funde westgotischer Gürtelschnallen eine Besiedlung bis in das 7. Jh. hinein vermuten. Zu den bedeutendsten Funden gehört ein persönliches Siegel des Gaius Valerius Avitus aus Augustobriga, der sich wohl in der Mitte des 2. Jhs. auf den Befehl von Kaiser Antoninus Pius in Tarraco aufhielt. Dies könnte belegen, dass die Villa von hochstehenden Persönlichkeiten der Provinzverwaltung genutzt wurde.
      • La Pineda (Vila-Seca)
        Wenig bekannt ist über diese Villa wenige Kilometer westlich von Tarragona. Allerdings fand man 1955 in einem der Räume das „Mosaik der Fische“ mit 47 Darstellungen von Seetieren des Mittelmeeres, die alle essbar sind. Es befindet sich heute im Museu Nacional Arqueològic de Tarragona.
    • Bogen von Berà
      An der heutigen Nationalstraße N-340, nordöstlich der Stadt zwischen den Orten Roda de Berà und Creixell, liegt der Bogen von Berà. Der 11,40 m hohe Bogen mit einer lichten Weite von 4,80 m wurde aus lokalem Kalkstein erbaut und befand sich an der antiken Via Augusta. Teile des Architravs wurden in späterer Zeit durch eine in der Nähe gefundene Inschrift des L. Licinius Sura ergänzt.[24] Die Architektur deutet jedoch eher in augusteische Zeit, der Bogen wurde wahrscheinlich zeitgleich mit dem Straßenbauprogramm des Augustus errichtet.
    • Der sogenannte Torre dels Escipions
      Etwa 6 km nordöstlich der Stadt befindet sich der sogenannte „Torre dels Escipions“, ein turmförmiges Grabdenkmal, das irrtümlich auf die im 2. Punischen Krieg gefallenen Brüder Gnaeus und Publius Cornelius Scipio bezogen wurde. Das aus lokalen Quadersteinen errichtete Denkmal mit zwei Figuren im Hochrelief, eine davon vermutlich Attis, und zwei Personen in einem im oberen Teil eingemeißelten Relief, sowie einer in Versen abgefassten Inschrift, die allerdings nicht mehr zu entziffern ist, ist eher als Familiengrab aus dem 1. Jh. nach Christus anzusehen.
    • Der Steinbruch von El Mèdol
      Sechs Kilometer außerhalb der Stadt befindet sich der Steinbruch von El Mèdol mit seiner markanten Felsnadel im Inneren. Er ist der größte von insgesamt acht Steinbrüchen im Umland der Stadt. Hier wurde der sogenannte Soldó geschlagen, der in Tarragona und Umgebung am meisten verwendete Stein. Es handelt sich um einen Kalkstein aus dem Miozän, dessen Farbe zwischen weiß und rötlich variiert; meist ist er leicht goldfarben. Dieser Stein war allerdings qualitativ für die herausragenden Bauten der Stadt nicht geeignet, weshalb man Marmor aus dem gesamten Mittelmeergebiet importierte. Dennoch ist der größte Teil der antiken und mittelalterlichen Gebäude Tarragonas mit dem Soldó errichtet worden, unter anderem auch die Kathedrale Santa Thecla.


GPS-Daten:N 41,11646° O 1,25530°

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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