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Traumhafte Rundreisen / Europa / Türkei / Göreme

Nationalparks Göreme Besonders Sehenswert

Göreme hieß in byzantinischer Zeit Matiana und wurde 1928 umbenannt in Göreme, eine turkisierte Form des alten Namens Korama.
Der Ort ist Zentrum des Nationalparks Göreme, der zusammen mit anderen Felsendenkmalen von Kappadokien seit 1985 zum UNESCO-Welterbe gehört. Geprägt wird die Landschaft um Göreme durch markante Tuffsteinformationen, die teilweise ausgehöhlt sind, die so genannten Feenkamine, für die diese Region vor allem touristisch bekannt ist.

Genießen Sie weitere Impressionen

Tuffgestein unterschiedlicher Härte bildet die Basis für diese Landschaft: Vulkanausbrüche und Wasserläufe formten im Laufe mehrerer Millionen Jahre die typischen Gebilde heraus, die man heute kennt.
Die ersten Christen nutzten sie, um in Abgeschiedenheit ein andächtiges Leben führen zu können, aber vor allem als Versteck vor ihren Feinden (Perser, Römer, Araber, Mongolen…). Sie legten nicht nur Kirchen und Kapellen an, die ins Gestein gearbeitet wurden, sondern ganze Wohnanlagen für mehrere tausend Menschen: Zum Teil bis zu zehn Stockwerke tief, ermöglichten sie mit Einrichtungen wie Küchen, Lager, Schlafräume und sogar Tierställe und Leichenhallen samt Lüftungsschächten einigermaßen komfortable Lebensumstände.
Ein weiterer Vorteil bot das Wohnen in Tuffgestein bezüglich der Witterung: Im Sommer hält es kühl, im Winter kühlt es nicht so stark aus. Die Gänge konnten gegebenenfalls mit großen mühlsteinartigen Steinen versperrt werden. Man vermutet bis zu 100 Anlagen, die auch miteinander verbunden sein sollen. Derinkuyu ist die größte der touristisch erschlossenen Anlagen und beherbergte wohl um die 10.000 Menschen.

Sehenswürdigkeiten:

Die Stadt bietet eigentlich, gemessen an den umliegenden Dörfern, relativ wenig Sehenswürdigkeiten. Doch auch hier gibt es das eine oder andere zu entdecken:
  • Roma Kalesi - Der an der Iceridere Caddesi gelegene Tuffstein ist eines der letzten Überbleibsel aus vorchristlicher Zeit. Gekennzeichnet durch zwei Säulen zeigt sich nachts schön angestrahlt dieses antike Felsengrab in voller Schönheit.
  • Haman - Der Haman direkt am Busbahnhof ist von außen schön anzusehen und bietet das gewohnte Programm. Doch leider ist er nicht gerade gut gepflegt und so wird das erhoffte "Wellness" Erlebnis doch eher eine schlichte Massage in renovierungsbedürftiger Atmosphäre.
  • Müze Caddesi - Das Highlight im Zentrum von Göreme ist zweifellos diese Straße an einem ausgetrockneten Bach. Hier reihen sich Restaurants, schöne Cafés und diverse Einkaufsläden aneinander und laden zum Bummeln ein.
    Außerhalb des Zentrums liegt südöstlich das Göreme Open Air Museum.
    Begibt man sich vom Stadtzentrum dorthin (Einfach der Müze Caddesi in Richtung Ürgüp folgen), kommt man gleich an zwei Kirchen vorbei, die man jedenfalls nicht links liegen lassen sollte:
    • Sakli Kilise - Die "Versteckte Kirche" trägt ihren Namen nicht von ungefähr. Zwar findet man an der Hauptstraße ein Hinweisschild zur Kirche, doch man sollte sich die Kirche einfach zeigen lassen. Die Kirche liegt so versteckt, dass sie erst 1957 wiederentdeckt wurde. Im 11. Jh. wurde diese wahrscheinlich mit ihren Fresken, die Bibelthemen zeigen, erbaut. Interessant ist einmal, dass hier die Bibelgeschichte in ihrer Darstellung in die kappadokische Landschaft mit Feenkamine verlegt wurde und zweitens aufgrund des guten Zustandes der Fresken, welches auf die versteckte Lage zurückzuführen ist. Eintritt frei.
    • Tokali Kilise - Die "Kirche mit Schnalle" ist zweifellos eines der Highlights überhaupt. Die Kirche aus dem 10. Jh. ist mit Sicherheit eine der größten und buntesten Kirchen in ganz Kappadokien. Auch ihr guter Zustand kann begeistern. Tafeln an den Wänden erläutern die einzelnen Bilder. Im Gestein über der Kirche sind weitere Kirchen enthalten, die aber wegen Einsturzgefahr geschlossen sind. Den Namen verdankt diese Kirche übrigens dem schnallenartigen Dekor im Gewölbe. Das Ticket für das Open Air Museum gilt auch hier.

    Hinter Tokli Kilise auf der linken und einem großen Busparkplatz mit zahlreichen Souvenir-Shops auf der rechten Seite geht es unübersehbar rechts zum Göreme Open Air Museum. Der Eintritt beträgt 16 TL, wobei die dunkle Kirche 8 TL extra kostet. Hier sind täglich von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr (im Winter 16:30 Uhr) folgende Kirchen zu besichtigen:
    • Aziz Basil Sapeli - Die "St. Basilius Kapelle" ist etwas dunkel und bietet drei Apsiden, die mit Fresken versehen sind. Im Vorraum befinden sich Mulden, die früher als Gräber dienten.
    • Elmali Kirche - Die "Apfelkirche" stammt aus dem 11. bzw. 12. Jh.. Der Grundriss ist ein Kreuz, auf dem sich neun Kuppeln, vier Säulen und drei Apsiden befinden. Auf diesen sind zahlreiche Szenen aus dem Neuen und Alten Testament dargestellt. So findet man z.B. das Abendmahl, die Auferstehung des Lazarus oder Jesus am Kreuze, aber auch die Gastfreundschaft des Propheten Abraham und die Verbrennung der drei Jünglinge im Feuerofen wieder. Die sehr farbenfrohen Fresken sind in einem ausgezeichneten Zustand.
    • Barbara Kilise - Die "Barbarakirche" aus dem 11. Jh. ist ein wenig schlichter gestaltet. Auch diese hat einen kreuzförmigen Grundriss und ist neben vorgetäuschten Mauerwerk und Ornamenten in roter Farbe mit relativ einfachen Zeichnungen versehen. Doch diese haben durchaus ihren Reiz. Besonders die Darstellung des Drachentöters St. Georg mit dem Drachen kämpfend ist gut gelungen. Im rechten Flügel ist die Darstellung der St. Barbara zu finden.
    • Yilanli Kilise - Die "Schlangenkirche" war ursprünglich als Grabkammer angelegt. Diese sind immer noch in der Südseite zu finden ( Der Eingang liegt an der Nordseite ). Der Ausbau zur Kirche ist nie vollendet worden, so liegt die Apsis beim Eintritt zur linken Seite immer noch halb fertig gestellt. Den Namen trägt sie aufgrund der Darstellung der Drachentöter St. Georg und St. Theodorus bzw. des schlangenähnlichen Drachens. Gelegentlich wird diese Kirche auch die "St. Onuphrios Kirche" genannt, da sich im westlichen Teil eine Darstellung der nackten Onunphrios vor einer Palme befindet.
    • Yemekhane - Hier sind neben dem Speisesaal auch ein paar Lager und Nutzräume zu sehen
    • Karanlik Kilise - Die "Dunkle Kirche" stammt aus dem 11./12. Jh. und hat einen kreuzförmigen Grundriss. Nachdem man ein zusätzliches Eintrittsgeld entrichtet und sich an die Dunkelheit gewöhnt hat, offenbart sich einem die wohl perfekteste Freskenmalerei in Kappadokien. Im gleichen Stil der Elmali Kirche sind hier ein paar Szenen aus dem Alten Testament (wiederum die Gastfreundschaft des Propheten Abrahams und die Verbrennung der drei Jünglinge im Feuerofen) und nahezu die gesamte Geschichte des neuen Testaments dargestellt. Durch den geringen Lichteinfall befinden sich die Fresken in einem ausgezeichneten Zustand.
    • Azize Catherine Sapeli - Die "Katharinen Kirche" stammt aus dem 11. Jh. und liefert im Vorraum und Hauptraum jeweils ebenfalls einen kreuzförmigen Grundriss. Im Vorraum befinden sich 11 Gräber (9 im Boden und 2 in den Wänden. Im Hauptraum befinden sich viele Fresken, die u.a. die Deesis, Medaillons, die Kirchenväter Gregor, Basileos, Johannes Chrysostomos und St. Katharina darstellen. Der Bau der Kirche wurde übrigens von einer Dame namens Anna in Auftrag gegeben.
    • Carikli Kilise - Die "Kirche mit Bauernschuh" aus dem 12./13. Jh. hat zwei Säulen und zwei Eckpfeiler, ein Kreuzgewölbe, drei Apsiden und vier Kuppeln. Ihren Namen verdankt diese Kirche einer Mulde in Form eines Fußabdruckes unter dem Himmelfahrtsbild. Hier finden sich zahlreiche Fresken im Stile der Karanlik Kilise oder Elmali Kirche. Auch diese sind noch recht gut erhalten. Bemerkenswert ist, dass hier auch Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung und die Kreuzigung selber dargestellt werden, was in den anderen Kirchen nicht zu finden ist.

    und schließlich noch das Rahibeler Manastiri(Nonnenkonvent). Hier finden sich in der ersten Etage ein Speisesaal, die Küche und einige Zimmer, in der zweiten eine eingestürzte Kapelle, in der dritten eine durch einen Felskamin erreichbare Kirche.
    Weiterhin bietet gerade Göreme Zugang zu vielen traumhaften Tälern und lädt zum Wandern ein:
    • Taubental (Güvercin Vadisi) - Dieses Tal hat seinen Namen dank der vielen Taubenschläge erhalten. Hierzu folgt man Uzundere Caddesi direkt in das Tal. Der Ausstieg befindet sich in Uçhisar.
    • Zemi Tal - Einfach vom Zentrum in Richtung Göreme Open Air Museum folgen. Hier findet man einen Wegweiser zur El-Nazar-Kilise. Das ist gleichzeitig der Eingang zum Tal. Die El Nazar Kirche aus dem 10. Jh. ist im Grundriss als Kreuz angelegt und mit zahlreichen Fresken versehen worden. Ein Teil der Außenwand ist mittlerweile weggebrochen, so das viele Fresken frei liegen.
    • Kiliclar Vadisi (Schwertertal) - Den Einstieg findet man 50 Meter hinter der Sakli Kilise. Das Tal ist berühmt für seine Feenkamine aus Tuffstein, die eben Schwertern gleichen. Außerdem findet sich hier die Kiliçlar Kilise ( Schwerter Kirche ). Diese Kreuzkuppelkirche zeigt prächtige Fresken aus dem 10./11. Jh..

    Da es gute Verbindungen mit allen wichtigen Orten und Sehenswürdigkeiten in Kappadokien gibt, stellt gerade Göreme einen guten Ausgangspunkt zu Tagesausflügen aller Art in den Rest der Region dar.

    Mögliche Tagesausflüge sind:

    • Eine Wanderung über das Taubental (Güvercin Vadisi) nach Uçhisar. Von dort mit dem Dolmus oder Taxi wieder zurück nach Göreme.
    • Wenn man mit dem Dolmus in Richtung Avanos fährt, findet man auf Höhe Çavusin den Eingang in das Liebestal (Ask Vadisi), welches in das weiße Tal übergeht und schließlich seinen Ausgang in Uçhisar findet. Von dort mit dem Dolmus oder Taxi wieder zurück nach Göreme.
    • Im Zemi Tal findet man den Einstieg zu einem ausgeschilderten Wanderweg nach Çavusin.
    • Lokale Anbieter bieten Tagesausflüge nach Hattusa und/oder Alaca Hüyük

    Küche
    Im Zentrum befinden sich zahlreiche Restaurants. Zudem bietet fast jedes Hotel noch ein Restaurant, so dass man eher die Qual der Wahl hat. Hier eine kleine Auswahl:
    • Mehmet Pasa Restaurant - Konak Türk Evi / Tel.: (+90) 0384 271 24 63 / Türkische & europäische Küche
    • A la Turca - Müze Caddesi / Tel.: (+90) 0384 271 2882 / Türkisch & europäische Küche mit schöner Terrasse
    • Café Turca - Bilal Ero?lu Caddesi / Tel.: (+90) 0384 2712888 / Gute türkische Küche mit Terrasse (Allerdings direkt an der Hauptstraße)
    • Sofra - Adnan Menderes Caddesi / Tel.: (+90) 0384 2712237 / Nette teilweise deutschsprachige Bedienung bietet internationale Küche.
    • Oze Coffee Shop - Belediye Caddesi / Hier gibt es wirklich guten Kaffee und gute türkische süße Backwaren. Man sollte unbedingt die Schokoladen Baklava probieren.

GPS-Daten: N 38,63997° O 34,84543°
Hinweis: Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:
  • Quer durch Anatolien - von Antalya über Kapadokien nach Tokat entlang der Seidenstrasse weiter …

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