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Kayseri

Kayseri, liegt auf 1054 m am Fuße des erloschenen Vulkanes Erciyes (3.916 m), der mit seinen Ausbrüchen für die Tuffsteinschichten in Kappadokien verantwortlich war.
Der Standort der heutigen Stadt war noch bis in das 4. Jh. von Salzseen und Sümpfen durchsetzt, die teilweise erst im letzten Jh. drainiert wurden. Seit hethitischer Zeit hieß der Ort Mazaka. In hellenistischer Zeit residierten hier die Könige von Kappadokien und Eusebeia, wie Mazaka damals auch genannt wurde, bildete neben Tyana im Süden eines der beiden Landeszentren. Um 77 v. Chr. wurde die Stadt zum zweiten Mal von Großkönig Tigranes II. eingenommen, wobei der armenische Herrscher abermals zahlreiche Bewohner in seine neue Hauptstadt Tigranokerta im nördlichen Mesopotamien deportieren ließ. Erst nach der Eroberung dieses Ortes durch die Römer unter Pompeius (69 v. Chr.) konnte die umgesiedelte Bevölkerung wieder zurückkehren. Mit dem Tode seines letzten Königs Archelaos verlor Kappadokien 17 n. Chr. seine Selbstständigkeit und wurde unter Kaiser Tiberius in die römische Provinz Cappadocia umgewandelt. Mazaka/Eusebeia diente nun als Provinzhauptstadt und erhielt den Namen Caesarea (Kaisereia). Nach der Teilung Kappadokiens unter Kaiser Valens war Caesarea die Hauptstadt von Cappadocia prima.

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Nach christlicher Überlieferung fand das Christentum bei den Bürgern der Stadt früh Anklang. Zu Beginn des 3. Jhs. War Caesarea ein Mittelpunkt christlich-theologischer Bildung.
Seine Blüte erlebte Caesarea im 4. Jh.. Die Sozialwerke (Spitäler, Altersheime, Armenspeisung), die Basilius von Caesarea in der zweiten Hälfte des vierten Jhs. Dort einrichtete, waren in der Antike berühmt.
Die neue Siedlung wuchs rasch, während die alten Viertel allmählich verfielen (Reste sind noch erkennbar). Nach unruhigen Zeiten ging die Stadt um 1077 dem Byzantinischen Reich verloren. 1082 kam sie in den Besitz der Danischmenden, während des 1. Kreuzzuges (1096 - 1099) vorübergehend auch in den der Kreuzfahrer unter Gottfried von Bouillon. Im 12./13. Jh. war sie zeitweilig Residenz der Seldschuken und erlebte eine zweite Blütezeit. Nach weiteren Eroberungen wurde sie von den Mongolen regiert. Das anschließend osmanische Kayseri wurde 1401 unter Tamerlan erneut mongolisch, ab 1468 wieder osmanisch. Die folgende lange Friedenszeit ermöglichte eine Aufwärtsentwicklung als Provinzstadt. Um 1900 erfolgte der Bau der Neustadt nördlich der Zitadelle. Aus dieser Zeit sind viele Gebäude erhalten. Hier findet man auch die älteste psychiatrische Klinik der Neuzeit, in der mit Hilfe von Musik therapiert wurde - eine damals revolutionäre Behandlungsmethode. In der Innenstadt finden sich die Mauern der Festung und mehrere seldschukische Moscheen vom Typus der Ulu Cami (zentrumsloser Säulensaal).

In der Umgebung gibt es einige Sehenswürdigkeiten, unter anderem:
  • Die Ausgrabungen von Kültepe (dem bronzezeitl. Kanes)
  • Das hethitische Felsrelief von Firaktin
  • Das hethitische Felsrelief von Hanyeri
  • Mimarsinan, den Geburtsort des Architekten Sinan
  • Im Ort Gezi eine unterirdische Stadt
  • Das Soganli-Tal mit zahlreichen Höhlenkirchen
  • Die unterirdische Stadt am Fuße des Ali Dagi im Stadtteil Talas
  • Die in Talas gelegene Panaghia-Kirche, die in eine Moschee umgebaut wurde
  • Die im Grenzgebiet zu Adana liegenden Kapuzbasi-Wasserfälle
  • Der südöstlich gelegene Nationalpark Sultan Sazligi
  • Der auch zur Salzgewinnung genutzte See Tuzla
  • Der Stausee Yamula
  • Felssteinhöhlen im Stadtteil Erkilet


Adresse: N 38,72500° O 35,47500°
Hinweis: Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:
  • Quer durch Anatolien - von Antalya über Kapadokien nach Tokat entlang der Seidenstrasse weiter …

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