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Traumhafte Rundreisen / Europa / Türkei / Konya

Konya Besonders Sehenswert

Konya war bereits im Chalkolithikum (3.Jt.v.Chr.) besiedelt. Mitte des 2.Jt.v.Chr. beherrschten die Hethiter das Gebiet und um 1.200 v.Chr. von die Seevölker beherrscht. Die erste bedeutende Siedlung geht auf die Phrygier zurück: nach einer phrygischen Sage war Konya die erste Stadt, die nach der Sintflut gegründet wurde. Nach der griechischen Mythologie befahl Zeus dem Prometheus und der Athene nach der deukalischen Flut hier aus Ton menschlichen Formen herzustellen und ihnen mit Hilfe der Winde Leben einzuatmen. Strabo berichtet, daß Perseus eine Säule mit dem Bild der Medusa errichtete.

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Nach dem Tod von Alexander dem Großen gehörte die Stadt zum Herrschaftsgebiet des Diadochen Lysimachos. Konya gehörte dann zum Seleukidenreich und wurde dann von den Königen von Pergamon und ab 133 v.Chr. vom Römischen Reich beherrscht. Die Apostel Paulus und Barnabas besuchten die Stadt mehrere Male auf ihren Missionsreisen (Apostelgschichte 13,51ff.). Die Stadt wurde in byzantinischer Zeit Bischofssitz und wurde im 7., 8. und 9.Jh. von den Arabern geplündert. Nach der Schlacht von Manzikert eroberten die Seldschuken fast ganz Kleinasien. Unter Malik Schah spalteten sich die seldschukischen Herrscher von Kleinasien ab und gründeten das Sultanat der Rum-Seldschuken. Von Ende des 11.Jh. bis Anfang des 14.Jh. warKonya die Hauptstadt des Sultanats der Rum-Seldschuken. Teile der Stadt wurden 1097 vorübergehend von den Kreuzrittern unter Kaiser Friedrich Barbarossa besetzt. In der Hauptstadt des Seldschukenstaates wurden zahlreiche Bauten errichtet, vor allem unter der Herrschaft von Sultan Alaeddin Keykubat im 13.Jh. Die Seldschuken entfalteten eine rege Bautätigkeit. Damals kam auch der Dichter und Mystiker Mevlana Celaleddin Rumi nach Konya und gründete den Mevlevi-Orden und das berühmte Kloster der Tanzenden Derwische. Nach dem Sieg der Mongolen in der Schlacht von Yassi Çemen 1243 gehörte das Gebiet zum Mongolischen Reich. Es von den Ilkhanen beherrscht und 1467 von Sultan Mehmed II. in das Osmanische Reich eingegliedert. Die Stadt Konya wurde im 19.Jh. vorübergehend von dem ägyptischen General und Vizekönig Ibrahim Pascha besetzt. Jedes Jahr wird am 17.Dezember das Fest Seb-i Aruz gefeiert, zur Erinnerung an die Nacht von Rumis "Hochzeitsnacht mit Gott", d.h. seinem Tod, woran Pilger aus aller Welt teilnehmen.

Sehenswürdigkeiten:
  • Moscheen
    • die Haci-Veyiszade-Camii
    • die Ak Manastir
    • die Selimiye Moschee (Selimiye Camii) befindet sich neben dem Mevlana Museum. Sie wurde von dem späteren Sultan Selim II. (1566-1574), der Statthalter in dieser Provinz war, gegründet und ist ein hervorragendes Beispiel osmanischer Architektur. Besonders bemerkenswert ist der Aufbau über der hölzernen Kanzel (Mimbar) aus grünen Kacheln.
    • die Alaettin Moschee (Alaettin Camii) befindet sich auf dem Hügel Alaettin Tepesi im Stadtzentrum.
      Sie wurde während der Herrschaft des Seldschukensultans Ruknuddin Mesud (1116-1156) begonnen und in der Regierungszeit seines Nachfolgers Kilic Arslan II (1156-1192) vollendet. Der Hof und die Säulenhalle im Osten wurden im 13.Jh. von syrischen Architekten Muhammed ibn Khawlan errichtet. Das Gebäude wurde im Jahr 1221 fertiggestellt. Die eindrucksvolle nördliche Fassade wird von zwei Marmorsäulen aus einem älteren römischen oder byzantinischen Gebäude und einem großen Portal im seldschukischen Stil geschmückt. Heute betritt man die Moschee vom Osten her und gelangt in die große Säulenhalle: viele Säulen stammen von älteren Gebäuden und weisen Kapitelle aus römischer und byzantinischer Zeit auf. Die gemalte Gebetsnische (Mihrab) stammt aus dem 12.Jh. Im Hof befinden sich die Gräber (Türben) der seldschukischen Sultane Alaettin Keykubad, Kilic Arslan I und Giyaseddin Keyhüsrevs I, II und III. Am Fuße des Hügels Alaettin Tepesi befinden sich die Überreste des seldschulischen Palastes von Sultan Kilic Arslan.
    • die Semsi Tebrizi Moschee und Grab. Semsi Tebrizi (Die Sonne von Täbris) war der geistige Führer und Begleiter des Mevlana Jelaleddin Rumi.
      Er war ein wandernder Derwisch, traf 1244 mit Jelaleddin Rumi zusammen und wurde "die Sonne", das geistige Licht, das Rumi bei seiner Suche nach Vereinigung mit dem Göttlichen führte. Er wurde von einer rivalisierenden Gruppe von Derwischen wermordet, die damit ihren Einfluß auf Rumi verstärken wollten. Rumi zog sich darauf zu Gebet und Meditation zurück und schuf so die Grundlage für den Mevlev Orden der tanzenden Derwische. Die Semsi Tebrizi Moschee wurde als "tekke" (Halle für Derwische) verwendet, woraus sich der quadratischen Grundriß der Haupthalle erklärt. In der Moschee befindet sich ein Grab, es steht nicht fest, ob es sich um das Grab von Semsi Tebrizi handelt oder ob er tatsächlich ermordet wurde. Moschee und Grab sind von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang frei zugänglich. Sie befinden sich im Stadtzentrumvon Konya eine Minuten zu Fuß von der Hauptstraße Alaettin Caddesi entfernt.
    • die Iplikci Moschee (Iplikci Camii) Ende des 12.Jh. gab Wesir Semseddin Altun Aba diese große rechteckige Moschee in Auftrag. Bemerkenswert ist, dass sie ein Minarett hatte. Im späten 12.Jh. hatten nur wenige Moscheen in Anatolien Minarette: der Muezzin rief vom höchsten Punkt des Daches der Moschee aus zum Gebet auf. Der heute erhaltene Bau stammt von Anfang des 13.Jh mit umfangreichen Renovierungen im 14. und 20.Jh.
    • die Sahip Ata Moschee wurde in der 2.Hälfte des 13.Jh. vom Wesir Fahrettin Ali errichtet.
    • die Serafettin Moschee (Serafettin Camii), Alaettin Bulvari. Die Moschee wurde 1636 im osmanischen Stil errichtet und im 19.Jh. restauriert.
  • Burgen, Schlösser Paläste und Bauwerke
  • der Kubudabad-Palast
  • die Glasierte Koranschule (Sirçali Medrese) wurde nach den glasierten Ziegeln in den von den Seldschulen bevorzugten Farben hell- und dunkelblau benannt.
    Man betritt die Medrese durch ein reich verziertes Portal. Nach dem Eingang rechts befindet sich das Grab (Türbe) des Gründers der Koranschule, Bedredin Muhlis, der die Koranschule 1242 errichten ließ. Im Gegensatz zur Karatay und Ince Minare Medrese war der Innenhof nicht überdacht, sondern offen. Die Sircali edrese beherbert heute das Museum der Grabsteine.
  • die Koranschule mit dem Schlanken Minarett (Ince-Minare-Medrese) gehört zu den wichtigsten Bauten Koyas aus der Seldschukenzeit. Sie befindet sich auf der Westseite des Alaaettin Tepesi Hügels nahe der Großen Karatay Medrese. Sie wurde im 13.Jh. als Koranschule errcihtet und behergert heute das Museum der Holzgegenstände und Steinmetzkunst (siehe unten). Das Portal mit seldschukischen Verzierungen und Inschriften aus dem Koran zählt zu den schönsten seldschukischen Portalen. Das Minarett ist außergewöhnlich hoch und ist besonders fein mit himmelblauen Ziegeln verziert. Der Turm wurde 1901 teilweise durch einen Blitz zerstört. Auch die Verzierung mit Fayencen im Inneren in der Kuppel und über den Fenstern ist nur teilweise erhalten. Zentrum der Koranschule ist die große Halle mit ihren Iwanen, die als Klassenzimmer verwendet wurden, und den kleineren Räumen, die als Wohnzellen dienten.
  • die Große Karatay Medrese (Büyük Karatay Medresesi) befindet sich an der Nordseite des Alaettin Hügels, nahe der Alaettin Moschee. Die Koranschule wurde von dem seldschukischen General und Staatsmann Emir Jelaleddin Karatay, Hier befinden sich die schönsten Fayencen Konyas.
  • Museen
    • das Mevlana-Museum (Mevlana Müzesi) befindet sich in der früheren "tekke" (Derwisch-Halle). Es enthält das Grab von Mevlana Jelaleddin Rumi, dem Gründer des Mevlevi Derwischordens (Orden der tanzenden Derwische). Mevlana Jelaleddin Rumi wird als Heiliger verehrt. Im Hof befinden sich linkerhand die Zellen der Derwische und rechterhand Verwaltungsgebäude. Das Hauptgebäude darf nur mir dünnen Plastikschuehen betreten werden. Auf der rechten Seite befinden sich die Gräber von Rumi's Familie und seiner Nachkommen sowie von Führern des Ordens. Unterhalb der Kuppel befindet sich das Grab von Rumi, bedeckt mit einer goldenen Decke. Es ist der älteste Teil des Gebäudes und stammt aus seldschukischer Zeit. In den Glaskästen in den Räumen, die für die "Sema" Zeremonie der tanzenden Derwische verwendet wurden, befinden sich persönliche Gegenstände von Rumi einschließlich runder Hüte und seines Gebetsteppichs, Kleider seines Sohns und Nachfolgers Sultan Veled und der fein gearbeitete Hut von Rumis geistigen Begleiter Semsi Tebrizi sowie alte Musikinstrumente. Im nächsten Raum sind alte Gebetsteppiche. Illuminierte Korane und Hadithe (Aussprüche des Propheten), gelehrte Kommentare und Gebetsperlen ausgestellt. Der Glaskasten in der Mitte enthält Reliquien des Propheten Mohmmed.
    • das Keramik-Museum (Karatay-Museum)
    • das Archäologisches Museum (Arkeoloji Müzesi). Das bedeutendste Werk ist ein Sarkophag aus dem 3.Jh.n.Chr. mit den Taten des Herkules. Auf der Längsseite sind dargestellt der Kampf mit dem nemeischen Löwen, der Kampf mit der lernäischen Hydra, das Fangen des Ebers auf dem Berg Erymanthos, das Fangen der Hirschkuh von Keryneia und das Töten der Vögel am See von Stamphalos, an der Schmalseite Herakles mit der Königin der Amazonen, Hippolyte, und Herakles im Stalll des Augias, auf der anderen Längsseite der Kampf mit dem minoischen Stier, die Bändigung der Pferde des Diomedes, der Kampf mit dem Riesen Geryones, das Herbeischaffen des Höllenhundes Kerberos und Herakles mit den Äpfeln der Hesperiden. Auf der vierten Seite ist der Verstorbene dargestellt. Im Museum sind auch die Funden vom neolithischen Grabhügel in Catal Höyük ausgestellt.
    • das Ethnografie-Museum
    • das Atatürk-Museum

    GPS-Daten: N 37,87806° O 32,48111°
    Hinweis: Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:
    • Quer durch Anatolien - von Antalya über Kapadokien nach Tokat entlang der Seidenstrasse weiter …

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