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Tokat Besonders Sehenswert

Tokat liegt im Hinterland der Südküste des Schwarzen Meeres. Schon in der Bronzezeit war die Region umkämpft. Hier verlief die Grenzregion zwischen den Hethitern und den Kaschkäern. Zur Zeit der persischen Herrschaft ab 6. Jh. vor Christus sind Siedlungen auf dem Stadtgebiet nachgewiesen. In Tokat wurde eine Wachstation errichtet. Die sogenannte Comana Pontica ( 8km vom jetzigen Stadtzentrum entfernt ) gewann schnell durch die Lage an zwei wichtigen Karawanen-Routen an Bedeutung. Erst unter den Byzantinern änderte sich dieses und die Comana Pontica verschwand und es entstand die Stadt Dazimon, die später in den Namen Tokat umbenannt werden sollte.

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Die Stadt fiel 1392 den Osmanen zu, was aber dem Wachstum der Stadt keinen Abruch tat. Im Gegenteil, denn im Osmanischen Reich bekam der Karawanenhandel eine neue Dimension und Tokat profitierte davon. Erst als im 20. Jh. der Karawanenhandel niederging, ging auch die Blütezeit von Tokat zu Ende. Doch noch viele Gebäude zeugen davon. Heute ist vor allem die Taback Industrie der Garant für Lohn und Brot. Bekannt ist der Ort außerdem für Kupferwahren und farbenfrohen in der sogenannten "Yazma-Technik" hergestellten Textilien. Und obwohl die Stadt geradezu vollgestopft mit Sehenswürdigkeiten ist, sind Touristen hier sehr selten anzutreffen.

Sehenswürdigkeiten:

In der Innenstadt kreuzen sich die Sulu Sokak, die in die Altstadt führt, und die Gazi Osman Pasa Bulvari, die die Hauptverkehrsader darstellt. An diesen beiden Adern reihen sich die meisten Sehenswürdigkeiten, während die Burg über der Stadt trohnt.
  • Tokat Kalesi
    Die angeblich auf hethitischen Fundamenten stehende mit einem fünfeckigen Schutzwall und 28 Türmen versehene Burgruine stammt noch aus byzantinischer Zeit, wurde aber unter osmanischer Führung noch einmal ausgebaut. Der Zugang durch einen Tunnel ist zwar mittlerweile versperrt, aber immer noch eindrucksvoll. Zudem findet sich im südlichen Teil ein altes pontisches Felsgrab.
  • Tas Hani
    Auch Voyvoda Hani genannt, liegt neben dem Museum. In dem zweistöckigen Gebäude aus dem Jahre 1631 n. Chr. befinden sich kleine Handwerksläden und eine nette Teestube.
  • Gök Medrese
    In diesem ursprünglich in den Jahren 1271 bis 1277 von den Seldschuken errichteten Gebäude befindet sich heute das archäologische und ethnographische Museum. Das Gebäude wurde vom letzten seldschukischen Großwesir Muineddin Pervane gestiftet. Bemerkenswert sind das Stalaktitenportal, die hethitischen Fundstücke aus Masat Höyük und die Ikonensammlung aus der armenischen Periode. Öffnungszeiten: Täglich 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr (Montags ist Ruhetag)
  • Hatuniye Külliyesi
    Dieser Stiftungsbau aus dem Jahre 1485 wurde von Sultan Beyazit II. für seine Mutter Gülbahar Hatun errichtet. Er enthält unter anderem die Kuppelmoschee Meydani Camii, in der antike Säulen aus Commana Pontica verbaut worden sind.
  • Horozoglu Hani
  • Halef Gazi Tekkesi
    Kleines seldschukisches Derwischkloster von 1292 n. Chr.
  • Sünbül Baba Zaviyesi
    Kleines seldschukisches Derwischkloster von 1292 n. Chr. mit Mausoleum
  • Nureddin Ibn Sentimur Türbesi
    Mausoleum aus dem Jahre 1314 n. Chr.
  • Hamza Bey Mescidi
    Kleine Moschee im Osten der Stadt
  • Pasa Hamami
    Dieses Bad wurde unter der Leitung von Yürgüc Pasa, einem Wesir des Sultans Mehmet des I., 1425 erbaut. Mit zahlreichen zinkverkleideten Kuppeln ist dieses Doppelbad eines der Highlights in Tokat.
  • Ali Pasa Külliyesi
    Dieser Stiftungsbau wurde in den Jahren 1565 bis 1572 n. Chr., wie der Name schon sagt von Ali Pasa angelegt, dessen Mausoleum sich dort auch befindet. Es steht auf dem Friedhof der Ali Pasa Moschee, die hier ebenfalls integriert ist. Weiterhin sind hier eine Koranschule und ein Bad zu finden.
  • Latifoglu Konagi
    Dieses im barocken Stil gebaute alte osmanische Wohnhaus aus dem 19.Jh. ist restauriert und enthält noch zum Teil originales Inventar. Auf zwei Stockwerken wird in Form eines Museums (Montags bis freitags 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr) gezeigt, wie großzügig und luxuriös damals in Tokat gewohnt wurde. Ein kleines dem Hause angeschlossenes Cafe lädt zum Verweilen ein.
  • Yagci Hani
  • Ebulkasim Türbesi
    Dieses Mausoleum aus dem Jahre 1233 n. Chr. ist für den seldschukischen Wesir Ebulkasim Bin Ali El Tusi Kendisi errichtet worden.
  • Sefer Pasa Türbesi
    Dieses Mausoleum wurde 1251 von einem gewissen Ebu Bekir bin Lokman errichtet. Es ist nicht so ganz klar, wer hier begraben ist. Der dazu gehörige Brunnen wurde jedenfalls von Sefer Pasa gestiftet.
  • Han
  • Sulu Han
    Diese zweigeschossige, restaurierte an der Sulu Sokak gelegende Karawanserei stammt wahrscheinlich aus osmanischer Zeit und beherbergt heute eine Armenküche.
  • Bedesten
    Dieser überdachte Teil des Basars stammt aus dem 15. Jh. n. Chr. und kopiert die Basare aus Bursa und Aleppo.
  • Kazancilar Mescidi
    Diese kleine Moschee wurde 1518 von Sultan Selim errichtet. Bemerkenswert sind die Inschriften über dem Eingangsportal.
  • Hisariye Medrese
  • Cukur Medrese
    Diese aus dem Jahre 1152 n. Chr. stammende theologische Schule wurde unter seldschukischer Führung von Sultan Izzetin Kaikaus baulich modifiziert.
  • Haci Turkhani Mescidi
  • Sultan Hamami
  • Pasa Hani
  • Güdük Minare
  • Tatar Haci Mescidi
  • Saat Kulesi
    Ein achteckiger Uhrenturm aus dem Jahre 1902, der im Süden der Stadt zu finden ist.
  • Yolbasi Camii
    Im südöstlichen Teil der Stadt befindet sich diese Fachwerkmoschee.
  • In der Umgebung:
    • Sebastopolis
      Folgt man der 850 in Richtung Sivas, kann man nach 18 km rechts abbiegend der Beschilderung in Richtung Sulusaray folgen. Dieses kleine Städchen ist im wahrsten Sinne mit der alten antiken Stadt Sebastopolis verbunden, da fast jedes der Häuser weitestgehend aus antikem Baumaterial dieser Stadt besteht. Noch zu sehen sind Überreste eines Bades, Überreste eines Tempels , Teile der antiken Stadtmauer und all das, was noch nicht in einem Wohnhaus verbaut wurde, auf dem Gelände eines Freilichtmuseums.
    • Comana Pontica
      8 km in nordöstlicher Richtung liegen diese Ruinen der frühen Stadt. Die Gesellschaftsform war im wesentlichen geprägt durch einen Kult um die große Erdmutter und so verwundert es nicht, dass der Oberpriester auch der mächtigste Mann im Staate war. Einige wenige Überreste des Ma-Artemistentempels auf einem Hügel bei dem Dörfchen Gümenek sind noch zu finden. Die Grabungsfunde sind im Museum zu finden.
    • Ballica Magarasi
      Etwa 30 km entfernt, in der Nähe des Örtchens Pazar liegt diese Tropfsteinhöhle, die aufgrund ihrer Farbvielfalt zu den schönsten in der Türkei gehört. Auf 680 Metern Länge bis 70 Meter tief kann man in verschiedenen Ebenen prachtvolle Stalagmiten bewundern. Diese etwa 15 Millionen Jahre alte Höhle wurde erst 1992 entdeckt.
    • Kale
      In diesem etwa 15 km entfernten Dorf finden sich die Überreste der römischen Stadt Magnopolis. Eine kleine Burg mit unterirdischen Gängen ist noch zu finden.


Küche:

Die Spezialität ( neben all den regionalen Köstlichkeiten, die in jeder Stadt aus dieser Region zu bekommen sind ) von Tokat ist der Tokat Kebap. Hier handelt es sich um einen leckeren Grillspieß serviert mit viel Tomaten und Knoblauch.
  • Huzur Restaurant - Gazi Osman Pasa Bulvari Tel.:2142685 Regionale Küche
  • Sultan Restaurant - Cumhuriyet Meydani Tel.:2148147 Regionale Küche
  • Tokat Evi Honca - Regionale Küche
  • Huzur Restaurant - Gazi Osman Pasa Bulvari Tel.:2142685 Hier gibt es manchmal Live Musik


GPS-Daten:
N 40,30972° O 36,55417°
Hinweis:
Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:

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