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Felsrelief von Ivriz

Das hethitische Felsrelief von Ivriz befindet sich beim ehemals gleichnamigen Dorf (heute Aydinkent) etwa 17 km südöstlich von Eregli in der Südtürkei an einer Steilwand im Quellbereich des Ivriz Suyu, dessen Wasser im Bereich des Reliefs in neuerer Zeit aufgestaut wurde.
Es ist das besterhaltene der zahlreichen hethitischen Felsbilder, ist 4,2 mal 2,4 m groß und stammt aus der zweiten Hälfte des 8. Jhs. v. Chr., der Zeit der späthethitisch-aramäischen Fürstentümer. Zu sehen ist rechts König Warpalawas von Tuwana, der mit möglicherweise zum Gruß oder zum Gebet erhobenen Händen auf einem Felsblock steht. Ihm gegenüber steht links, erheblich größer dargestellt, der Gott Tarhunzas.

Er ist als Vegetationsspender zu erkennen an den reifen Getreideähren und Trauben, deren bis zu seinen Füßen reichende Halme bzw. Reben er in seinen Händen hält. Eine Sichel an seiner Hüfte signalisiert die Zeit unmittelbar vor der Ernte. Die Lage des Reliefs an der Steilwand des Ivriz Suyu lässt vermuten, dass die Grundlage der dargestellten Fruchtbarkeit nicht der seltene Regen, sondern das meist ganzjährig aus dem Fels tretende Wasser ist. Daher könnte das Relief Bestandteil eines Quellheiligtums gewesen sein. Vor dem Gesicht der Gottheit und hinter dem Rücken des Königs sind dreizeilige Inschriften in luwischen Hieroglyphen, auf denen die beiden Gestalten benannt werden. Eine weitere, möglicherweise zweizeilige Inschrift am Fuß der Steilwand ist weitgehend verwittert.
Bei Bauarbeiten an dem Stauwehr kamen 1986 zwei weitere Funde zutage. Dabei handelt es sich zum einen um ein Fragment einer Stele des Tarhunzas, laut der Hieroglypheninschrift errichtet von Warpalawas und mit einer phönizischen Bilingue versehen, zum andern um ein Kopffragment einer überlebensgroßen Rundstatue, die vermutlich auch Tarhunzas darstellte. Die Funde geben Anlass zu der Annahme, dass sich hier ein von Warpalawas errichtetes, reich ausgestattetes Heiligtum des Tarhunzas befand. Südlich des Felsreliefs bifindet sich in den Bergen im Tal des Ambar Deresi, nahe der byzantinischen Klosterruine Kizlar Sarayi, ein weiteres Relief, das eine Kopie des ersten ist. Es ist nicht so gut ausgearbeitet und nie ganz fertiggestellt, die Hieroglyphen fehlen.

GPS-Daten: N 37,40972° O 34,17250°
Hinweis: Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:
  • Quer durch Anatolien - von Antalya über Kapadokien nach Tokat entlang der Seidenstrasse weiter …

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