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Visegrad Besonders Sehenswert

Visegrad, deutsch Plintenburg, ist bekannt durch eine auf einem Bergkegel am Donauknie gelegene, um 1247 entstandene Burg, die sogenannte „Zitadelle“ mit dem Salomonturm und dem ab 1323 entstandenen Königspalast.
Schon die Römer erkannten die strategische Lage des in der Antike Pons Navatus genannten Ortes und errichteten an dieser Stelle das Kastell Visegrad - Sibrik zur Überwachung der Donaugrenze ihrer Provinz Pannonien. Während der Völkerwanderung hinterließen Germanen, Slawen und Hunnen ihre Spuren. Bis in das 9. Jh. war der Ort Teil des Awarenreiches.

Zu Beginn des 10. Jhs. Nahmen ungarische Stämme das Land in Besitz. Im Jahr 1009 wurde der Ort erstmals als Komitatssitz unter seinem heutigen Namen erwähnt, das damit als offizielles Gründungsdatum gilt. Die noch vorhandenen römischen Befestigungen wurden ausgebaut und verstärkt. Nach dem Ende des Mongolensturms ließ Béla IV. die Burg Visegrad als Teil der Grenzsicherungen entlang der Donau umfangreich erweitern.
Im Jahr 1325 verlegte Karl I. seine Residenz von Temesvar nach Visegrad. Auch als 1408 Buda zur ungarischen Hauptstadt wurde, behielt Visegrad seine Bedeutung und wurde weiter ausgebaut. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt unter der Herrschaft von Matthias Corvinus und seiner Frau Beatrix von Aragón. Ab 1476 wurde die Burg im spätgotischen Stil erneuert und von italienischen Künstlern um einen prunkvollen Renaissancepalast erweitert.
Türkische Truppen eroberten 1544 die Burg und zerstörten sie um 1685 auf ihrem Rückzug fast völlig. Unter der habsburgischen Herrschaft siedelten sich im 18. Jh. deutsche Familien an und brachten Visegrad einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die neuen Herrscher ließen das Burgschloss sprengen aus Angst, es könnte Ausgangspunkt einer Rebellion werden.[1] Mit dem erwachenden Nationalbewusstsein der Ungarn im 19. Jh. wurde Visegrad als Symbol der bedeutenden Geschichte des Landes wiederentdeckt. Ein weiterer wirtschaftlicher Aufschwung der Siedlung begann mit der Donau-Dampfschifffahrt, als das Donauknie und das Gebirge Pilis-Visegrad zum beliebten Ausflugsort wurde.
Sehenswertes:
  • Einzelne Stadtteile
    • Obere Burg
      Im 13. Jh. ließen König Béla IV. von Ungarn und seine Frau auf den zerstörten Bauwerken ein neues Befestigungssystem errichten. Der wichtigste Teil war die Obere Burg auf dem Hügel. Die Burgmauern markierten einen dreieckigen Grundriss auf fünf Terrassen und hatten drei Ecktürme. Das Schloss im Inneren wurde im 14. Jh., zur Zeit der Anjou-Könige von Ungarn, deren Residenz. Es bekam eine neue Fassade und weitere Palastgebäude. Jeder der folgenden ungarischen Herrscher hinterließ seine Spuren auf dem Burgberg: um 1400 kam eine dritte Ringmauer hinzu, die Palastgebäude wurden vergrößert, am Ende des 15. Jh.s ließ König Matthias Corvinus den inneren Teil des Schlosses komplett renovieren. Die Königsinsignien wurden in dieser Zeit in der oberen Burg aufbewahrt. Fast alle Gebäude der Oberen Burg sind Ende des 20. Jh.s schrittweise renoviert worden und können öffentlich besichtigt werden.
    • Unteres Schloss
      Das Untere Schloss verbindet die Oberburg mit der Donau. Dominant ist hier der Salomon-Turm, ein großer sechseckiger Wohnturm aus dem 13. Jh.. Im Türkensturm brach der südliche Teil des Turms zusammen. Erst ab den 1870er Jahren begann ein Wiederaufbau. Dieser konnte wegen der beiden folgenden Weltkriege erst in den 1960er Jahren beendet werden. Der Turm dient inzwischen als Museum, in dem die Geschichte von Visegrad präsentiert wird.
    • Königspalast
      Das erste königliche Haus entstand unter König Karl I. von Ungarn nach 1325. In der zweiten Hälfte des 14. Jhs. Ließ König Ludwig I. von Ungarn das Gebäude erstmals erweitern. Nach fast vollständigem Abriss im letzten Drittel des 14. Jhs. Ließen weitere Herrscher eine neue prächtigere Schlossanlage aufbauen. Einige Teile davon sind bis heute als Ruinen erhalten. Die Anlage hatte einen quadratischen Grundriss von 123 × 123 m². Der Palast diente als offizielle Residenz der Könige von Ungarn bis zum Beginn des 15. Jhs.. Zwischen 1477 bis 1484 wurde die königliche Schlossanlage im spätgotischen Stil wieder aufgebaut. Die Fassaden und kleinere Bauten wurden im italienischen Renaissance-Stil ausgeführt. Die Eroberung durch die Türken führte in der Folge zur vollständigen Zerstörung der Palastanlage. Im 18. Jh. wurden die Ruinen komplett von Erde bedeckt. Im Jahr 1934 begannen archäologische Grabungen, die bis in das 21. Jh. andauern. Bereits freigelegte und rekonstruierte Anlagenteile wie die Residenz können besichtigt werden. Auch wird hier die Geschichte des Schlosses und seiner Rekonstruktion dargestellt.
    • Sibrik-Hügel
      Auf diesem Hügel, etwas außerhalb der Burganlage gelegen, befand sich in früheren Jh.en ein militärisches Lager der Römer. Dieses war ein wichtiger Teil der Befestigungen entlang des Limes. Die bis heute erhaltenen Ruinen lassen zumindest das Praetorium (Kommandantenhaus) aus dem Ende des 4. Jh.s erkennen. Als die Römer abzogen, verfiel ihr Lager. Erst im 10. und 11. Jh. wurden neuere Festungsbauten errichtet, die dem Schutz des Schlosses dienten. Die im 14. Jh. in Europa einfallenden Hunnen zerstörten diese Festung fast vollständig.
  • Bauwerke und Sehenswürdigkeiten der Stadt
    • Herkules-Brunnen
    • Römisch-katholische Kirche St. Johannes der Täufer; zweite Hälfte des 18. Jhd.; Barock
    • Palffy-Palast
    • Rathaus
    • Thermalbad Strand von Lepence, 1977 eröffnet
    • Rekonstruierter Herkules-Brunnen
    • Arkaden im Ehrenhof
    • Görgey-Haus, Wohnhaus von Artur Görgey



GPS-Daten:
N 47,78583° O 18,97028°
Hinweis:
Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:
  • Neusiedler See – ung. Bernsteinstrasse – Plattensee – Budapest – ungarische Tiefebene weiter …

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