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Piata Victoriei Besonders Sehenswert

Die Piata Victoriei, deutsch Siegesplatz, auch Opernplatz genannt, gilt als die bekannteste Flaniermeile der Stadt. Ursprünglich verliefen auf Höhe des heutigen Staatstheaters die Festungsmauern um den alten Kern der Inneren Stadt. An Stelle der heutigen Piata Victoriei verlief früher eine Allee in die Josefstadt. Das Gelände war noch im 19. Jh. Teil des Festungsvorlands, dieses sogenannte Glacis durfte aus strategischen Gründen nicht bebaut werden.

Die Piata Victoriei, deutsch Siegesplatz, auch Opernplatz genannt, gilt als die bekannteste Flaniermeile der Stadt.
Ursprünglich verliefen auf Höhe des heutigen Staatstheaters die Festungsmauern um den alten Kern der Inneren Stadt. An Stelle der heutigen Piata Victoriei verlief früher eine Allee in die Josefstadt. Das Gelände war noch im 19. Jh. Teil des Festungsvorlands, dieses sogenannte Glacis durfte aus strategischen Gründen nicht bebaut werden.
Zu Beginn des 20. Jhs. wurde die Bastion schließlich eingerissen, nach Schleifung der Wallanlagen ging das Festungsvorland 1905 in städtischen Besitz über. Die Allee in die Josefstadt wurde begradigt und verbreitert, ab 1910 entstand ein moderner Boulevard, flankiert von großbürgerlichen Wohnpalästen. Geplant war ursprünglich ein radial angelegtes Stadtviertel bis zur Bega. Dieses wäre von einer neuen Ringstraße nach Wiener Vorbild abgeschlossen worden. Der seinerzeit angelegte Platz war als neues Stadtzentrum konzipiert. Tatsächlich wurden diese Pläne nur partiell verwirklicht, im Süden schließen sich an die Piata Victoriei weitläufige Parkanlagen an, große Teile des Festungsvorlands sind bis heute unbebaut.
1923 wurde der Platz umfangreich umgebaut. Die Straßenbahngleise verliefen fortan nach Fahrtrichtung getrennt in einem Abstand von 30 Metern zueinander, in ihrer Mitte entstand die heutige Grünanlage. Letztere wurde jedoch im Laufe der Jahre mehrfach umgestaltet.
Mitte der 1980er-Jahre verbannte man den Individualverkehr vom Vorplatz der Oper, die einst dort befindliche Unterführung wurde geschlossen. Im Sommer 1989 verlegte man schließlich auch die örtliche Straßenbahn in parallel führende Straßen, seither ist die Piata Victoriei eine reine Fußgängerzone.
Während der Rumänischen Revolution von 1989, die zum gewaltsamen Sturz des Regimes unter Nicolae Ceausescu führte, war die heutige Piata Victoriei ein zentraler Schauplatz der ersten Massendemonstrationen und blutigen Unruhen. Unter anderem hielten die Revolutionäre vom Balkon der Oper aus ihre Reden. Noch heute sind in den Fassaden der Häuser links und rechts der Prachtmeile die Einschusslöcher von Geschossen zu sehen. Neben dem Theater erinnern ein schlichtes Holzkreuz, brennende Kerzen und Blumen an die Opfer des Aufstands.
Die langgestreckte Piata Victoriei liegt zwischen der rumänisch-orthodoxen Kathedrale der Heiligen drei Hierarchen und dem Nationaltheater und Opernhaus (mit dem Deutschen Staatstheater und dem Ungarischen Staatstheater), welche etwas über 350 Meter auseinander liegen. Der Platz ist gesäumt von abwechslungsreicher Architektur im Barock-, Wiener Secession-, und rumänischen Neo-Brâncoveanu-Stil. Hier sind zahlreiche Geschäfte und Straßencafes, sowie Schanigärten im Sommer angesiedelt.
Zu beiden Seiten des breiten Platzes befinden sich einige der bekanntesten Stadtpalais. Von der Oper kommend und in Richtung Orthodoxe Kathedrale gesehen befindet sich rechts als erstes Gebäude auf dem Platz das Hotel Timisoara, das als Pension Central nach den Plänen der Architekten Laszlo Szekely und Mathias Hubert zwischen 1928 und 1929 erbaut wurde. Es folgt anschließend das Palais Weiss, welches 1912 gebaut wurde. Das Palais Lloyd wurde zwischen 1910–1912 nach den Plänen des Architekten Lipot Baumhorn gebaut. Heute ist hier der Sitz des Rektorats der Polytechnische Universität. Im Erdgeschoss befindet sich das Lloyd Restaurant. Das Palais Neuhaus wurde mit Einflüssen des ungarischen Jugendstils vom Laszlo Szekely erbaut. Das Palais Merbl wurde nach den Plänen den Architekten Arnold Merbl gebaut. Das Palais Dauerbach wurde im Jahr 1913 nach den Plänen Laszlo Szekelys für Georg Dauerbach erbaut. Das Palais Hilt & Vogel wurde zwischen 1912 und 1913 nach den Plänen von Laszlo Szekely erbaut. Die Szechenyi-Gesellschaft ließ sich zwischen 1900–1914 das Palais Szechenyi nach den Plänen von Laszlo Szekely bauen.
Die der linken Seite des Platzes findet man als erstes Gebäude das Palais Löffler, das die Familie Löffler zwischen 1912 und 1913 erbauen ließ. Das Handelskammer Palais wurde im Jahr 1850 mittels kaiserlichen Erlass eingerichtet, und wurde von Laszlo Szekely und wurde 1933 erbaut. Vollendet wurde die Bebauung der Piata Victoriei aber erst in den Jahren 1961 bis 1963. Damals entstanden zwischen der Kathedrale und der Handelskammer zwei moderne Wohn- und Geschäftshäuser, sie schlossen die jahrzehntelange Baulücke in diesem Bereich.
Im Mittelteil wurde ein parkartiger Garten mit Blumen, Alleen, Sitzbänken angelegt. Hier befinden sich drei Denkmäler, so der Fischbrunnen, der in der Form eines fünfeckigen Sterns im Jahr 1957 gebaut wurde. Der Name kommt von den Fischen, die das Wasser durch das Maul spritzen lassen. Das nächste Denkmal ist das Standbild einer Romulus und Remus säugenden kapitolinischen Wölfin auf einer fünf Meter hohen Säule. Es ist eine Kopie des römischen Originals und ein Geschenk der Stadt Rom vom 23. April 1926 an die Bewohner der Stadt, als Allegorie ihres lateinischen Wesens.[4] Das dritte Denkmal, eine den Opfern der Revolution vom Dezember 1989 gewidmete Skulptur mit dem Namen Crucificarea, ist ein Werk des Künstlers Paul Neagu und befindet sich gegenüber der Kathedrale. In der Nähe des Kreuzes wurden im Dezember 2009 Gedenktafeln mit den Namen der Opfer der Revolution enthüllt.


Adresse:
Piata Victoriei,
GPS-Daten:
N 45,75326° O 21,22554°
Hinweis:
Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:

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