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Barhal Klosterkirche Besonders Sehenswert

Barhal, auch Altiparmak, Parhal; ist ein Bergdorf am Südhang des Ostpontischen Gebirges im Nordosten der Türkei. Die heute als Moschee genutzte Kirche von Barhal (Barhal Kilisesi) ist eine ehemalige Klosterkirche aus dem 10. Jh., die zum mittelalterlichen georgischen Königreich Tao-Klardschetien gehörte.

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Im 9. und 10. Jh. wurden zahlreiche Kirchen und Klöster in Tao-Klardschetien errichtet. Die Kirche von Barhal ist ein sehr ähnlicher, in der Bauplastik vereinfachter Nachbau der in einem anderen Bergtal gelegenen Dörtkilise, für die ein Baubeginn um 960, kurz vor oder zu Beginn der Herrschaft von David III., David dem Großen, angenommen wird. Demnach muss mit dem Bau der Kirche in den 960er Jahren begonnen worden sein. Eine Inschrift an der Südfassade nennt David als Stifter. Spätestens 973 war sie fertiggestellt. Dieses Datum steht in einem „Barhal-Bibel“ genannten Manuskript, das in einem Kloster namens Schatberdi abgeschrieben wurde und in dem der Neubau des Barhal-Klosters erwähnt wird. Zwei Kapellen in der Nähe werden in dieselbe Gründungszeit datiert.
Den heute verschwundenen Portikus vor der Südseite ließ König Alexander errichten. Laut einer Inschrift im Innern wurde die Kirche während der Amtszeit des Patriarchen Johannes (1489–1507) restauriert. Der eingefallene Vorbau im Westen stammt vom Anfang des 16. Jhs.. Einer öffentlichen Bekanntmachung der osmanischen Herrschaft von 1677 ist zu entnehmen, dass die Kirche zu einer Moschee umgebaut worden war. Der georgische Historiker Ekwtime Taqaischwili beschrieb 1917 Barhal wie auch die anderen georgischen Kirchen in der Türkei. Das Gebäude wird bis heute als Moschee genutzt und ist normalerweise verschlossen.
Der Bauschmuck ist gegenüber Dörtkilise stark reduziert, nicht nur die Blendbögen sind schlicht. Einfache, aber fein gestaltete Bogenwülste finden sich über einigen Fenstern der Längsseiten. An der Westfassade stellt ein kleines Relief über dem nördlichen Fenster einen Betenden in Orantenhaltung dar, die Beischrift „Theodor“ bezieht sich vermutlich auf den Baumeister. An der Nordseite sind in den Bogenfeldern ein sich gegenüberstehendes Pfauenpaar und ein Löwe zu sehen. Die meisten anderen Formen sind geometrisch oder floral (Palmetten). Von solchen Dekorationen abgesehen sind die Außenwände glatt, der graue Farbton lässt das zwischen hohen Bergen eingezwängte Gebäude etwas düster wirken.
Die ursprünglich vorhandenen Fresken in der Apsis sind übermalt. Am zweiten Pfeilerpaar von Osten sind mit Blickrichtung zum Altar Sitznischen zu finden. Ein Relief in der südlichen Nische zeigt zusammen mit einem Engel eine Figur, die als Säulensteher Symeon gedeutet werden kann.[4] Manche Details im Innern sind sogar feiner gearbeitet als beim Vorbild, zum Beispiel eine bogenförmige Nische unter dem Fenster in der Apsis.
Wie bei den anderen Klöstern gab es in der näheren Umgebung Außengebäude. 1,5 Kilometer südlich blieben an einem Berghang die Ruinen einer kleinen Kapelle mit einem an der Nordseite angebauten Nebenraum erhalten. Eine Hallenkirche mit den Außenmaßen 7,5 × 5,2 Meter und einer Rundapsis befand sich dort an der Spitze des Berges.
Neben Barhal sind die am besten erhaltenen georgischen Kirchen der Region Dörtkilise, ??han östlich von Yusufeli, sowie Ösk Vank und Haho, die von der Hauptstraße zwischen Yusufeli und Tortum erreichbar sind.


GPS-Daten:
N 40,98526° O 41,36235°

weitere Informationen:
Von der Schnellstraße zwischen Artvin und Erzurum zweigt eine Nebenstraße nach Westen ab, die dem Lauf des Coruh flussaufwärts Richtung Ispir folgend nach zehn Kilometern Yusufeli erreicht. Yusufeli ist der Hauptort des gleichnamigen Landkreises und Ausgangspunkt einer 27 Kilometer langen schmalen Bergstraße, die im Tal des Barhal Cayi (linker Nebenfluss des Coruh) nach Nordwesten von etwa 700 Metern bis nach Barhal auf 1250 Metern Höhe führt. Außer einzelnen Gehöften ist das Straßendorf Sarigöl auf zwei Dritteln der Strecke die einzige größere Siedlung im Tal.
Der Ortskern von Barhal liegt an der Einmündung eines von Norden kommenden Baches in den Barhal Cayi, entsprechend gabelt sich hier die Straße. Hinter der Moschee nach rechts, also im Seitental nach Norden verläuft ein Schotterweg, von dem nach einem Kilometer an einer Abzweigung rechts nach wenigen Metern die Kirche von Barhal oben am Hang zu sehen ist. Weiter den Fahrweg entlang stehen noch einzelne Gehöfte, die zu Barhal gehören. Der Weg führt später durch Nadelwald und hinauf zum Schmelzwassersee Karagöl unterhalb eines 3300-Meter-Gipfels. Die Fahrstraße über die Brücke in der Ortsmitte von Barhal nach Westen erreicht nach 24 Kilometern den 2100 Meter hoch gelegenen Ort Yaylalar.
Hinweis:
Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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