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Kloster Kobayr

Kobayr war ein mittelalterliches Kloster in der nordarmenischen Provinz Lori, dessen als Ruinen erhaltene Gebäude aus dem 12. und 13. Jh. stammen. Die zunächst zur Armenisch-Apostolischen Kirche gehörende befestigte Anlage wurde Ende des 12. Jhs. in ein Kloster der Georgisch-Orthodoxen Kirche umgewandelt. Dies erklärt den georgischen Stil der Bauplastik und der großformatigen Wandmalereien in der Apsis der Hauptkirche.

Einige Funde in der Nähe stammen aus der Frühen Bronzezeit und der Eisenzeit. Der Ortsname Kobayr ist vermutlich aus dem Georgischen kob und dem Armenischen ayr zusammengesetzt. Beide Wörter bedeuten „Höhle“ und beziehen sich auf die zahlreichen Felshöhlen in der Umgebung, die in frühchristlicher Zeit von mönchischen Einsiedlern bewohnt waren. In dieser Zeit entstand eine erste Kirche.
Nach dem 13. Jh. wurde das Kloster verlassen. Erst im 17. und 18. Jh. kehrten Mönche zurück, die nun wieder der ursprünglichen armenisch-apostolischen Lehre anhingen. 1971 wurden die Wandmalereien der Hauptkirche restauriert, ohne das Gewölbedach über der Apsis wiederherzustellen. Seit 2006 erfolgen partielle Instandsetzungsmaßnahmen, bei denen unter anderem der Glockenturm wiederaufgebaut wurde. In der Apsis wurde ein Baugerüst aufgestellt, das ein provisorisches Wellblechdach trägt. Dieses überdeckt wenigstens teilweise die zuvor gänzlich frei der Witterung ausgesetzten Malereien.
Klosteranlage
Das steil nach Osten abfallende Gelände ist im Süden durch eine Felskante an der zum Wasserfall führenden Schlucht begrenzt. Die Klosteranlage war von einer Festungsmauer aus Basaltquadern umgeben, deren Reste in der Nordostecke erhalten sind. Der ehemalige Hauptzugang in der Nordmauer besteht aus einem Tunnelgang, der an der Außenseite von zwei Rundtürmen flankiert wird. Der einstige Weg und die Mauern in diesem Bereich sind von Bäumen überwachsen. Der heutige Aufstiegspfad führt direkt zur Hauptkirche im Süden.


GPS-Daten:
N 41,00494° O 44,63438°
weitere Informationen:
Die Schnellstraße M6 verläuft von der Provinzhauptstadt Wanadsor am Fluss Pambak entlang und nach dessen Einmündung in den Debed beim Dorf Dsoragjugh (Dzoragyugh) im Tal des Debed über Alawerdi bis zur georgischen Grenze. 35 Kilometer nördlich Wanadsor liegt am rechten östlichen Ufer des Debed die städtische Siedlung Tumanjan, ein ehemaliger Industriestandort mit einer stillgelegten Ziegelbrennerei. Einen halben Kilometer nördlich des Abzweigs nach Tumanjan und etwa hundert Meter vor der Bahnstation Kobayr beginnt auf der Westseite der Straße ein teilweise rutschiger Pfad, der unter der Bahnlinie hindurch an einigen Bauernhäusern und Gärten des Weilers Kobayr vorbei einen steilen Hang hinaufführt. Die Klosterruine ist nach gut zehn Minuten Aufstieg durch dichten Laubwald zu erreichen. Auf halber Strecke passiert der Weg eine gefasste Quelle. Die Hauptkirche wurde am Berghang auf der kleinen ebenen Fläche eines Felsvorsprungs errichtet. Die übrigen Gebäude liegen oberhalb weiter nördlich. Ein Pfad führt von der Hauptkirche in eine Schlucht und nach 50 Metern zu einem Wasserfall an der senkrechten Felswand.

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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