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Sankt-Marian-Kirche

Die 1281 datierte Sankt-Marian-Kirche (Surb Mariane) liegt abseits der beiden Kirchen in Nordwesten des Zentrums nahe der Proschian-Straße. Vom Hof der Muttergotteskapelle ist ihr schlanker Tambour mit dem hohen Pyramidendach zu sehen, der zwischen Wohnhäusern und Bäumen herausragt. Die Jahresangabe ergibt sich aus einer Inschrift, die sich auf eine Stiftung bezieht. Die in einem gepflegten Park gelegene Kirche gehörte zu einem Kloster, was sich unter anderem aus einer Inschrift von 1317 ergibt, in welcher der Bau eines Gästehauses und die Restaurierung der Umfassungsmauer erwähnt wird.

Die Marianenkirche ist wie Karmrawor eine Kreuzkuppelkirche mit Monokonchos, jedoch ergänzt durch in den äußeren Ecken angebaute Nebenräume, wodurch sich ein vollständig ummantelter Bau mit rechteckigen Außenwänden ergibt. Dieser Grundrisstyp, dessen naheliegendste Entwicklungslinie von den freien Kreuzarmen der Karmrawor-Kirche ausgeht, erlaubt eine vielfältige Gestaltung der Nebenräume. Bei den annähernd quadratischen Zentralbauten mit vier Nebenräumen wird zwischen solchen mit selbständigen Eckräumen, die nur über einen Durchgang mit den Seitenarmen verbunden sind und solchen mit offenen Eckräumen an der Westseite unterschieden. Zu letzteren gehört die Marianenkirche.
Ihre äußeren Abmessungen betragen 11,45 × 8,88 Meter. Die hufeisenförmige Apsis ist von schmalen zweigeschossigen Nebenräumen umgeben, die mit den ähnlich schmalen nördlichen und südlichen Kreuzarmen verbunden sind. Der Kreuzarm im Westen ist immer noch querrechteckig, jedoch deutlich länger. Die westlichen Eckräume sind zu breiten Nischen geworden, die durch Trennwände abgegrenzt werden. Die in den Raum ragenden Trennwände fungieren als Wandvorlagen, auf denen zusammen mit den Wandecken der Apsis die zentralen Gurtbögen der Tambour-Unterkonstruktion ruhen. Eine geringe Veränderung im Grundriss – der Verzicht auf die Trennwände – führt zu den ummantelten Kreuzkuppelkirchen mit zwei freistehenden Pfeilern im Westen, deren bekanntestes Beispiel in Armenien die 1321 datierte Areni-Kirche ist. Der Übergang von der Vierung zum innen kreisrunden, außen zwölfeckigen Tambour erfolgt durch Pendentifs. Der schlanke Tambour und das steile Pyramidendach mit seinen vertikalen Rippen verleihen dem Gebäude eine in die Höhe strebende Tendenz, die typisch für die Zeit nach der Invasion der Mongolen in der ersten Hälfte des 13. Jhs. Ist.
Die Kirche besitzt einen Eingang im Westen und einen im Süden. Letzterer ist ungewöhnlicherweise aus der Kuppelachse und damit auch gegenüber dem darüber befindlichen, mittig an der Giebelwand ausgerichteten Fenster nach Westen verschoben. Die Wandfelder des Tambours sind von Wulstbändern eingefasst, die einen hufeisenförmigen oberen Abschluss bilden. Ebensolche Rundprofile, die seitlich durch Kreuze in der Art eines Vierpass erweitert sind, umrahmen die Fenster. Am Ostfenster führt ein nach unten verlängertes Profil bis zur Sockelkante. Dieses Motiv war im 13. Jh. weit verbreitet und kommt auch in der georgischen Sakralarchitektur vor.[20]
1838 wurde auf den First über dem südlichen Haupteingang eine kleine Laterne aus vier Pfeilern gesetzt, die keine Glocke enthält. Ein großer langgestreckter Anbau vor der Westseite vom Anfang des 20. Jhs. Besteht aus gemauerten Außenwänden und einem von zwei Holzpfostenreihen getragenen provisorischen Satteldach. Er steht ungenutzt leer, während die Kirche für Gottesdienste eingerichtet ist. 1977 wurde der Park um die Kirche angelegt.


GPS-Daten:
N 40,30113° O 44,36103°

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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