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Georgskloster

Die im 17. Jh. gegründeten Klöster waren generell klein. Zum Klosterhof gehörten üblicherweise eine Hauptkirche, eine angrenzende Kapelle, ein Glockenturm und in einiger Entfernung die Unterkünfte der Mönche mit Speisesaal und sonstigen Nebengebäuden. Sie wurden in die Umfassungsmauer integriert, die zur Verteidigung dienen sollte, und waren daher an den Außenwänden fensterlos. Das Kloster Sankt Georg (Surb Geworg) besteht entsprechend aus einer frei stehenden Kirche im Zentrum des von Bäumen bestandenen, annähernd quadratischen Klostergartens. Hinzu kommen restaurierte Nebengebäude am Eingangstor im Nordosten, an denen der Weg zur Kirche vorbeiführt. Ein kleines Häuschen an der Nordwestecke umgibt die Quelle des Klosters.

In der dritten Phase der armenischen Kirchenbaukunst im 17. Jh. wurden längsgerichtete Kreuzkuppelkirchen wieder häufig errichtet, ein Bautyp, der bereits in frühchristlicher Zeit entwickelt und später vernachlässigt worden war. Als ferne Vorläufer gelten die Tekor-Basilika und die Kathedrale von Odsun, die vermutlich in der zweiten Hälfte des 6. Jhs. Entstand. Die Kirche von Mughni ist eine solche Kombination aus einer dreischiffigen Basilika und einem Zentralbau mit vier freistehenden Pfeilern, die nahe an den Außenwänden zu einem zentralen Quadrat aufgestellt sind. Somit ergibt sich ein Kirchensaal mit einem breiten Mittelschiff und sehr schmalen Seitenschiffen. Beim sogenannten ummantelten Kreuzkuppelbau ragen die Giebel der Querschiffe nicht über die Längswände hinaus, so dass der Grundriss ein äußeres Rechteck ergibt. Wie für Kreuzkuppelkirchen des 7. Jhs. Charakteristisch, sind auch in Mughni die vier Pfeiler kreuzförmig ausgebildet und etwas aus der Mitte des Kirchenschiffs nach Westen verschoben. Die Pfeiler sind untereinander durch Gurtbögen verbunden, die mittels Pendentifs in den Ecken zum Grundkreis des zylindrischen Tambours überleiten. Dieser wird von einer Kuppel abgeschlossen, über der sich ein Schirmdach erhebt.
An der westlichen Eingangsseite wurde zeitgleich mit der Kirche als Sonderform eines Gawits ein zu den Seiten mit einem und zur Stirnseite im Westen mit drei Arkaden geöffneter Vorraum angebaut, wie er ähnlich bei der nur als Ruine erhaltenen oktogonalen Kirche von Zoravar östlich von Mughni vorhanden war. Das mittlere erhöhte Joch des Vorraums wird von einem Glockenturm überragt. Dieser besteht aus einer Rotunde, deren zwölf Säulen mit Würfelkapitellen ein Pyramidendach tragen.
Die zweischaligen Wände bestehen aus großen grauen Tuffsteinplatten. Rosa Tuffsteine bilden einen farblichen Kontrast um Fenster- und Türen sowie an den Kämpfern der Arkaden. Die Außenwände des Tambours werden durch abwechselnde Lagen von rötlichem und dunkelgrauem Tuff hervorgehoben, ebenso die schachbrettartig gemusterten Giebel.
Ein zweites Portal befindet sich in der Südwand. Es wird von einem weiten Rundbogenfries umrahmt, der mit einer Abfolge von Flechtwerk und Taustäben verziert ist. Eine Fächerrosette füllt das Tympanonfeld aus. Der Rundbogen über dem Westportal enthält üppige vegetabile Ornamente mit Vasen, aus denen Blumensträuße wachsen, wie sie in dieser Zeit in der osmanischen und safawidischen Baukunst verbreitet waren und mit dem Stil des europäischen Barock in Beziehung stehen. Die acht Rundbogenfenster am Tambour sind in gleichen Abständen, aber außerhalb der Haupthimmelsrichtungen angeordnet. Über vier dieser Fenster befinden sich Hochreliefs mit Evangelistensymbolen. Die rechteckigen Fenster in den Giebeln sind mit einem ebenfalls rechteckigen Wulstfries umrahmt. 1999 wurde das Gebäude umfassend restauriert. Im Innern blieben am nordöstlichen Pfeiler und an den Seitenwänden vor dem Altar Wandmalereien aus der Bauzeit erhalten, die möglicherweise vom armenischen Maler und Dichter Hovnatanjan (Ovnatan Nagash, 1661–1722) geschaffen wurden. Sie zeigen großformatig stehende Heiligenfiguren, umgeben von Blumenmustern und Blattranken. Hovnatanjan bemalte auch die Kathedrale von Etschmiadsin und andere Kirchen um Jerewan.


GPS-Daten:
N 40,31496° O 44,37170°

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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