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Artavazik-Kirche

Die Ruine der Artavazik-Kirche soll ihren Namen von einem damaligen armenischen Herrscher erhalten haben, der vermutlich als Stifter auftrat. Eine Stifterinschrift ist nicht bekannt. Das einst elegante Gebäude verkörpert eine für das 7. Jh. typische, nicht ummantelte Kreuzkuppelkirche mit Monokonchos, also einen Zentralbautyp, bei dem drei Kreuzarme innen rechteckig und die östliche Altarapsis halbkreisförmig ausgebildet sind und die Außenwände einen kreuzförmigen Grundriss bilden. In diesem Fall stand einem U-förmigen Altarraum ein verlängerter westlicher Arm gegenüber.

Die am besten erhaltene Vertreter dieses Typus, bei denen die Last des von einer Kuppel überdeckten zentralen Tambours über die Innenecken der Wände abgetragen wird, stellen Lmbatavank und die Kamrawor-Kirche von Aschtarak dar. Sie sind verwandt mit Trikonchenanlagen wie der kleinen Muttergotteskirche (Surb Astvatsatsin) in Talin. Die kleinen Kreuzkuppelkirchen des 7. Jhs. Dienten üblicherweise als Grabkapellen und gehörten zu einem Friedhof, die meisten sind jedoch verschwunden oder nur noch als Ruinen erhalten.
Die Gurtbögen zwischen den Innenecken der Wände bildeten eine quadratische Grundform, von der fächerförmige Trompen anstatt der später verwendeten Pendentifs zum innen kreisrunden Querschnitt der Kuppel überleiteten. Im Nordosten wurde später eine Kapelle mit einer rechteckigen Kammer und einer kleinen Rundapsis angebaut, deren Außenwände etwas über den Hauptbau hinausragen. Der Zugang erfolgte vom nördlichen Seitenarm. Eine solche Erweiterung geht in Richtung der teilummantelten Kreuzkuppelkirchen, bei denen wie bei der Stephanuskirche in Kosch aus dem 7. Jh. auf beiden Seiten der Apsis Nebenräume angebaut sind.
Im Tympanon über dem Türsturz der Kapelle blieb die Wandmalerei einer Madonna mit Kind in blauer Farbe erhalten. Im 13. Jh. wurde auf dem First über dem Westgiebel ein runder Glockenturm errichtet, dessen Kegeldach von vier schlanken Säulen getragen wurde. Um 2005 stürzte der Glockenturm bei einem Blitzeinschlag ein. Erhalten blieben der Westgiebel, etwa zwei Meter der angrenzenden Südwand, der größte Teil der Nordwand und ein Rest der Ostkonche. Genau in der Flucht mit der Kirche steht gegenüber auf der Ostseite der kleinen Felsschlucht ein riesiger Chatschkar, der zur selben Zeit wie der Glockenturm aufgestellt wurde.

GPS-Daten:
N 40,33997° O 44,27029°

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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