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Traumhafte Rundreisen / Europa / Armenien / Talin

Muttergotteskirche von Talin

Die 100 Meter von der Kathedrale entfernte Muttergotteskirche (Surb Astvatsatsin) enthält an der Westfassade eine undatierte Inschrift, die den Stifter Nerses Kamsarakan nennt und ihn als „Apohypat, Patrizius, Herr von Schirak und Arscharunik“ anredet. Die Widmung lautet: „Im Namen der hl. Muttergottes um der Fürbitte willen für mich und für Schuschan, meine Gattin und für Hrahat, unseren Sohn.“ Als Stifter kommen zwei Personen dieses Namens in Frage. Der frühere Nerses taucht inschriftlich an den Kirchen von Alaman (Ananius-Kirche, 637) und Mren (um 629–640) auf, für den späteren Nerses sind Jahreszahlen zwischen 689 und 693 bekannt.

Jean-Michel Thierry bevorzugt aufgrund von Stilvergleichen eine Datierung in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts. Der kleine Trikonchos wurde zuerst 1947 zum Teil und später vollständig restauriert.
Die drei halbrunden Konchen und der rechteckige Hauptraum im Westen bilden außen freie Kreuzarme. Der Grundplan ist nicht ganz symmetrisch. Der nördliche Kreuzarm ist an der Westseite etwas verbreitert, um Raum für eine bogenförmige Nische an der Außenwand zu schaffen, in der vielleicht ein Taufbecken gestanden haben könnte. In Form und Abmessungen ist die Muttergotteskirche typisch für frühe kleine Zentralbauten wie Lmbatavank oder die Kamrawor-Kirche von Aschtarak, die häufig eine Funktion als Begräbniskirche besaßen.
Der Tambour und die Kuppel ruhen auf den vier inneren Wandecken, die durch Gurtbögen miteinander verbunden sind. In den Ecken leiten Trompen zum Oktogon des Tambours über. Eine breite Blendarkatur über Halbsäulenpaaren umgibt das Portal im Westen. Die Rundbogenfenster werden durch gemusterte hufeisenförmige Friese verziert. Die Dachkanten bilden Friese mit doppeltem Zahnschnitt.
Die vor der Kirche aufgestellte Gedenkstele ist ein Pfeiler aus einem Tuffsteinblock, der wie für frühchristliche armenische Stelen üblich auf einer würfelförmigen Basis steht. Die Stele kann als allgemein-christliches Zeichen, Siegessymbol oder zur Erinnerung an einen Verstorbenen gedacht gewesen sein.


GPS-Daten:
N 40,38742° O 43,87332°
Hinweis:
Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:

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