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Chosrov Nationalpark Besonders Sehenswert

Das Chosrow-Reservat liegt im Südwesten Armeniens in der Provinz Ararat. Das Gebiet steht seit 1958 unter Schutz und umfasst eine Fläche von knapp 240 km². 15.492 ha in der Kernzone des Reservates haben den Status „Wildnis-Partner“ im Netzwerk der europäischen Wildnis-Schutzgebiete der PAN Parks Foundation.

Geschichte
Der Schutz des Reservates geht bis ins 4. Jh. zurück, als der Armenische Herrscher Chosrav III. zwei Jagdreservate am Azat-Fluss unter seinen Schutz stellte, von denen eines bis heute als „Chosrow-Wald“ bekannt ist und dem Schutzgebiet Chosrow zum Namen verhalf. Im benachbarten Ort Garni liegt eine ehemalige Sommerresidenz der armenischen Könige, die zwischen dem 3. und 13. Jh. errichtet wurde.
Klima
Das Klima des Schutzgebietes ist insgesamt kontinental geprägt. Durch die Höhenunterschiede ergeben sich mehrere Klimazonen. Die tiefer gelegenen Regionen zwischen 900 und 1300 m sind relativ arid und empfangen im Jahr nur durchschnittlich 350–450 mm Niederschlag. Die Winter sind hier mit Januar-Durchschnittstemperaturen von -4 °C relativ mild. Gelegentlich bedeckt eine Schneedecke diese Landstriche. Der Sommer ist lang und trocken.
Landschaft und Vegetation
Die Landschaft des Reservats ist stark zerklüftet und besteht vor allem aus Plateaus, die von tiefen Schluchten zerschnitten sind. Die meisten Hänge des Reservats sind daher relativ steil. Etwa die Hälfte der geschützten Fläche liegt in Höhenlagen zwischen 1500 und 2300 m. Unterhalb von 1500 m dominieren vor allem so genannte „Badlands“. Zahlreiche Quellen entspringen den Bergen, Seen und Sumpfgebiete sind dagegen selten. Lediglich zwei Gebirgsflüsse, der Azat und der Vedi mit ihren Zuflüssen liegen im Reservat. Beide kommen vom Geghama-Gebirge und schürfen auf ihrem Weg nach Südwesten große V-förmige Täler aus. In den ariden Tieflagen zwischen 900 und 1250 m dominieren Halbwüsten, darüber tritt bis in eine Höhe von etwa 2500 m Grasland auf, das ab einer Höhe von 1500 m mit lichten Wacholderwäldern und ab 1600 m auch mit Eichenwäldern durchsetzt sind. Oberhalb von 2500 m liegen subalpine und alpine Matten. Insgesamt bedecken Wälder etwa 16 % der Parkfläche, Grasländer etwa 20 % und xerophile Pflanzengesellschaften auf felsigem Gelände etwa 64 %. Die Landschaft wird seit jeher durch die ansässige Bevölkerung beeinflusst. Obwohl 1985 einige Landflächen aufgegeben wurden, wobei die Besitzer entschädigt wurden, liegen einige Dörfer innerhalb des Reservates. Derzeit bewirtschaften etwa 40 Familien insgesamt ungefähr 20 ha Land im Schutzgebiet. Das Gorovan-Reservat, das am Rand des Chosrow-Reservats liegt, und das einzige echte Wüstenschutzgebiet Armeniens darstellt, wird durch Sandabbau und Weideviehaltung ausgebeutet.
Tierwelt
Ursprünglich kamen im Reservat 41 Säugetierarten vor. Durch die Ausgliederung der Urts-Gebirgskette gingen jedoch wertvolle Trockengebiete verloren, wodurch 12 Arten nun nicht mehr im Reservat anzutreffen sind. Zu diesen Trockenspezialisten zählen der Langohrigel, verschiedene Wüstenrennmäuse, zwei Arten von Pferdespringern und die Asiatische Wildkatze. Auch das seltene Armenische Wildschaf kommt durch die Verkleinerung des Schutzgebietes nur noch außerhalb der geschützten Bereiche im Urts-Gebirge vor. Vorher war das Chosrow-Reservat das einzige Schutzgebiet Armeniens in dem die Art vorkam. Durch die Abgabe der betreffenden Gebiete an private Hände, wurde die Wahrscheinlichkeit, dass die Wildschafe im Bereich des Urts überleben, deutlich gemindert. Das derzeit von den Tieren genutzte Gebiet ist nur etwa 20 km × 8 km groß und wird immer stärker von Siedlungen eingeschlossen. Wildschafe kommen in Armenien sonst nur in den südlichen Sangesur-Bergen im Südosten des Landes vor.
Tourismus
In der Pufferzone des Reservates liegen ein Besucherzentrum mit Campingplatz (Garni-Distrikt) und ein Touristenzentrum, ebenfalls mit Campingplatz (Chosrow-Distrikt). Beim Dorf Schatin, das in der Nähe des Reservats liegt, können Wildziegen beobachtet werden, die sich an die Nähe von Menschen gewöhnt haben.

GPS-Daten:
N 40,03424° O 44,91644°

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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