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Traumhafte Rundreisen / Europa / Armenien / Sissian

Fürstengrabmal von Aghitu

Das bedeutendste Monument im Dorf ist ein ungewöhnlicher Grabbau, der in das 6. oder 7. Jh. datiert wird, also noch vor der Entwicklung der für die armenisch-christliche Erinnerungskultur bedeutsamen Chatschkare entstand. Er befindet sich aus Sissian kommend am Ortsanfang rechts der Straße. Der untere Teil ist ein rechteckiges, aus Basaltquadern gemauertes Bauwerk mit zwei Rundbogenportalen an der westlichen Schauseite, das wohl als Mausoleum geplant war.

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An den tonnenüberwölbten Hauptraum, der nur durch das offene Portal Licht erhält, wurde im Norden ein ebensolcher kleinerer Raum gebaut. Von der Rückseite führt in der Mitte eine steile achtstufige Treppe auf das Podest. Auf diesem steht eine oktogonale Säule mit einem Volutenkapitell, von dem Rundbögen zu seitlichen halbrunden Wandvorlagen an flankierenden rechteckigen Pylonen als äußere Begrenzung überleiten. Darüber folgt schließlich eine Struktur mit zwei vasenartigen Säulen und drei Rundbögen, die diesmal seitlich auf rechteckigen Pilastern an den äußeren Pfeilern aufliegen. Der bei einem Erdbeben 1931 zerstörte obere Teil wurde restauriert. Als Ornamente kommen Granatäpfel, Weintrauben, Schlangenlinien und sonstige pflanzlichen Muster vor. Die gesamte dreistufige Komposition mit ihren stilistisch verschiedenartigen Architekturelementen und ornamentalen Details wirkt zusammengestückt. Wer Auftraggeber war und wer hier bestattet wurde ist unbekannt. Das einzige vergleichbare Grabmal in Armenien steht neben der Kathedrale von Odsun.
Einige arabische und armenische Inschriften am Grabbau werden dem 9. bis 13. Jh. zugerechnet. Nördlich des Grabbaus sind Mauerreste, die vielleicht zu einer einschiffigen Kapelle aus dem 10./11. Jh. gehört haben, und in der Umgebung mittelalterliche Grabsteine von der einst größeren Gesamtanlage übriggeblieben. Möglicherweise befand sich an dieser Stelle ein römischer Vorgängerbau aus dem 1. Jh. v. Chr. Das Grabmal von Aghitu ist auf der 1994 herausgekommenen 1000-Dram-Banknote abgebildet, die bis 2004 gültig war.

GPS-Daten: N 39,51667° O 46,08187°

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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