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Traumhafte Rundreisen / Europa / Spanien / Toro

Toro Besonders Sehenswert

Toro ist eine spanische Kleinstadt die sich selbst als Toresanos bezeichnen. Die Kleinstadt Toro liegt auf einem Plateau über dem Fluss Duero in einer Höhe von etwa 705 m ü. d. M.
Die ältesten archäologischen Funde gehen in die keltiberische und römische Zeit zurück. Bereits in vorrömischer Zeit war die Gegend von den Vaccaei besiedelt; der griechische Historiker Polybios erwähnt Ortsnamen wie Helmántica (Salamanca) und Arbucala; letzterer wurde von den Römern in Albucela, im Mittelalter dann in „Toro“ verändert. Im 8. Jh. wurde der Ort von den Mauren erobert. Nach der Rückeroberung (reconquista) Spaniens durch die Christen wurde die fruchtbare Gegend seit dem Ende des 9. Jhs. mit Siedlern aus Asturien, Navarra und dem Baskenland wieder besiedelt.

Ferdinand III. von Kastilien wurde im Jahre 1230 in Toro zum König gekrönt; seine Gemahlin Elisabeth von Schwaben verstarb hier fünf Jahre später. In den Ständeversammlungen (cortes), die 1369 unter Heinrich II., 1397 unter Heinrich III. und 1426 und 1442 unter Juan II. stattfanden, hatte Toro Stimmrechte. Im Jahr 1476 war die Stadt Schauplatz der Schlacht von Toro – diese entstand aus dem Konflikt um die Krone Kastiliens zwischen Juana la Beltrenaja und Isabella von Kastilien. Im Jahr 1505 wurde in Toro die Ständeversammlung einberufen, bei der König Ferdinand das Testament von Königin Isabella verlas. Johanna die Wahnsinnige wurde zur Königin proklamiert und die „Gesetze von Toro“ wurden veröffentlicht.
Danach begann der politische und wirtschaftliche Niedergang der Stadt, bis sie im 17. Jh. aufgrund ihrer Bedeutung für die Landwirtschaft und insbesondere für den Weinanbau zur Provinzhauptstadt ernannt wurde – ein Status, den sie jedoch 1833 aufgrund der Neugliederung Spaniens wieder verlor.

Sehenswürdigkeiten:
  • Kollegiatkirche Santa María la Mayor
  • Kirche San Lorenzo el Real
  • Kirche San Salvador de los Caballeros
  • An der Plaza Mayor befindet sich das Rathaus (ayuntamiento) aus dem 18. Jh.. Es ist im barocken und klassizistischen Stil erbaut.
  • An der Plaza Mayor steht auch die gotische Kirche des Hl. Grabes (Iglesia del Santo Sepulcro), die dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem gehörte.
  • Nicht weit davon entfernt steht der Uhrenturm (torre de reloj), der gleichzeitig als Stadttor gedient hat. Er wurde im 18. Jh. erbaut.
  • Etwas außerhalb des Stadtkerns befindet sich das Kloster Real Monasterio de Santi Spiritus. Es wurde 1307 von der Portugiesin Teresa Gil gegründet und von Dominikanerinnen bewohnt. Heute dient das Kloster als Museum, es leben nur noch wenige Nonnen darin. Von besonderer Bedeutung ist das Grabmal aus Alabaster der um 1420 verstorbenen portugiesischen Königin Beatrix.
  • Vom Palazio de los Leyes steht lediglich das Portal mit den 83 bekannten Gesetzen. Innerhalb des Palastes wurde am 11. Januar 1505 das Testament der im November des Vorjahres verstorbenen Isabella der Katholischen von ihrem verwitweten Ehemann Ferdinand II von Aragón verlesen. Der Rest des Gebäudes fiel 1923 einem Brand zum Opfer.
  • Die Kirche des ehemaligen Prämonstratenserklosters (Monasterio de Santa Sofía (Toro)) vereinigt Stilelemente der Gotik, der Renaissance und des Mudéjar-Stils.
  • Der Arco de Postigo ist neben dem Arco de Reloj ein weiteres Tor in der alten Stadtmauer.
  • Die Puerta de Cooredera ist ein Stadttor der neueren Mauer und wurde 1602 erbaut.
  • An der Plaza de Agustín steht der im 10. Jh. erbaute Alcázar (Burg), der häufig auch nur als „Gefängnis“ (carcel) bezeichnet wird.
  • Weitere interessante Kirchen sind die Santissima Trinidad und San Sebastián des os Caballeros, die im 13. Jh. erbaut und im 16. Jh. wieder aufgebaut wurden.
  • Ferner gibt es in der Stadt einige alte Paläste, die teilweise zu besichtigen sind.
  • Etwas außerhalb der Stadt steht die Einsiedlerkirche der Ermita Santa Maria de la Vega de Toro – ebenfalls ein Mudéjar-Backsteinbau aus dem 12. Jh..


Feste: Toro selbst wirbt mit dem Karneval und der Fiesta San Agustín, die Ende August stattfindet. Zur Fiesta befinden sich in der Stadt dreimal mehr Gäste als Einwohner. Am Abend findet ein farbenfroher Umzug mit bunten, leuchtenden Wagen, Musik und Fußgruppen statt. Ferner gibt es die Semana Santa, die Romería del Cristo de las Batallas, die im Mai stattfindet, und im September das Fest Virgen del Canto.

GPS-Daten: N 41,52594° W 5,39473°

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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