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Traumhafte Rundreisen / Europa / Spanien / Gormaz

Gormaz Besonders Sehenswert

Gormaz ist ein Ort und eine kleine Gemeinde auf dessen Gemeindegebiet bronzezeitliche, keltische und römische Kleinfunde gemacht worden. Aus der Römerzeit stammt wahrscheinlich auch die – später wiederholt erneuerte Brücke – über den Duero. Im 8. Jh. drangen die Mauren bis in die Region vor und erbauten eine kleine Festungsanlage (hisn), die jedoch in der zweiten Hälfte des 10. Jhs. zu ihrer heutigen Größe ausgebaut wurde, denn der Duero bildete damals die stets umkämpfte Grenze zwischen der christlichen und der islamischen Einflusssphäre. Unter der Führung des kastilischen Grafen García Fernández († 995) wurde die Festung im Jahr 974 erfolglos belagert; sie blieb noch bis ins 11. Jahrhundert hinein umstritten und wurde erst im Jahr 1059 unter Ferdinand I. (reg. 1035–1065) für die Christen erobert (reconquista); Rodrigo Díaz de Vivar († 1099), besser bekannt unter dem Namen El Cid, war zeitweise Burgherr und Grundherr (señor) des Ortes. Nach der weiteren Zurückdrängung der Mauren im 12. und 13. Jahrhundert verloren Burg und Ort an strategischer Bedeutung.

Sehenswürdigkeiten
  • Größte Attraktion des Ortes ist seine riesige, weitgehend aus maurischer Zeit stammende, Festung mit ihren zahlreichen eckigen Flankentürmen. Im Gegensatz zu den meisten maurischen Festungen, die üblicherweise aus mit kleinen Steinen vermischtem Stampflehm bestehen, ist sie aus exakt behauenen Hausteinen gemauert. Der gesamte Mauerring ist ca. 1200 m lang und bis zu 10 m hoch; das Portal zeigt von einem Alfiz gerahmte Hufeisenbögen. Im Innern befanden sich ein von einer dicken Wehrmauer mit Türmen abgetrennter Palastbereich (alcázar), dessen im Mudéjarstil erbauter Bergfried (torre del homenaje) aus christlicher Zeit stammt, sowie wahrscheinlich aus Holz und Lehm gebaute Stallungen sowie andere Räumlichkeiten (Küche, Schmiede etc.), von denen jedoch nichts erhalten ist; es finden sich lediglich Reste von Zisternen (aljibes).
  • Die Ermita de San Miguel stammt aus der Zeit um 1100 und befindet sich an den terrassierten und ehemals wohl bewirtschaften Flanken des Burgbergs. Auf der Südseite wurde nachträglich eine Vorhalle (portico) angebaut; auch der kleine Glockengiebel (espadaña) wurde später aufgesetzt. Während die Apsis tonnengewölbt ist, wird das Kirchenschiff nur von einem offenen Dachstuhl überspannt.
  • Die mittelalterliche Iglesia de Santiago ist dem Apostel Jakobus d. Ä., dem geistigen Anführer der Reconquista, geweiht; sie liegt jedoch in Ruinen und beherbergt den örtlichen Friedhof.
  • Die im 17. Jh. erbaute Iglesia de San Juan Bautista ist die Pfarrkirche des Ortes.


GPS-Daten: N 41,49205° W 3,00420°

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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