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Drachenfelsbahn

Die Drachenfelsbahn ist die älteste betriebene Zahnradbahn in Deutschland. Sie ist als Eisenbahn konzessioniert und wird nach der betriebseigenen „Bau- und Betriebsordnung für die Drachenfelsbahn“, kurz „BO-Drach 2011“, von der Bergbahnen im Siebengebirge AG betrieben, die seit dem 7. Juli 2022 als GmbH firmiert. Diese fungiert sowohl als Eisenbahnverkehrsunternehmen als auch als Eisenbahninfrastrukturunternehmen.

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Die meterspurige Bahn verbindet seit 1883 die im Rheintal gelegene Altstadt von Königswinter mit dem Siebengebirge und endet knapp unterhalb des Drachenfels-Gipfels. Die 1520 Meter lange Strecke überwindet dabei 220 Höhenmeter, die maximale Steigung beträgt 20 Prozent. Die Drachenfelsbahn ist eine der meistgenutzten Zahnradbahnen Europas, bis 2008 beförderte sie mehr als 35 Millionen Fahrgäste. Neben der Bayerischen Zugspitzbahn, der Wendelsteinbahn und der Zahnradbahn Stuttgart ist die Drachenfelsbahn eine von nur noch vier betriebenen Zahnradbahnen in Deutschland. Die Strecke ist komplett mit Stahlschwellen ausgerüstet.
Geschichte
1881 beantragte die Deutsche Lokal- und Straßenbahngesellschaft aus Berlin[3] die Konzession für eine Bergbahn auf den Drachenfels. Die Genehmigung wurde am 29. August 1881 vom Kölner Regierungspräsidenten erteilt. Am 13. Juli 1883 fand die erste Personenfahrt statt; vier Tage später wurde die Drachenfelsbahn als erste deutsche Zahnradbahn mit öffentlichem Personenverkehr feierlich eröffnet. Die Bahn galt als technische Sensation und wurde ein Publikumsmagnet. Durch sie konnten die Besucher den Drachenfels-Gipfel und die Burgruine Drachenfels erstmals ohne den beschwerlichen Aufstieg erreichen. Auch das von der Mittelstation aus erreichbare, 1884 fertiggestellte Schloss Drachenburg, wurde zu einem beliebten Ausflugsziel per Bahn. Der ursprüngliche Sommerfahrplan sah sieben Berg- und Talfahrten sowie eine weitere Fahrt an Sonn- und Feiertagen vor, während laut Winterfahrplan nur an Sonn- und Feiertagen gefahren wurde.
1912 trennte sich die Deutsche Lokal- und Straßenbahngesellschaft wieder von ihrer Bergbahn. Neuer Eigentümer wurde der Kölner Unternehmer Ferdinand Mülhens, Chef und Inhaber des weltbekannten Hauses 4711. Neun Jahre später, am 13. Juli 1923, fusionierte er schließlich die Drachenfelsbahn mit der benachbarten Petersbergbahn zur bis heute bestehenden Bergbahnen im Siebengebirge AG
1951 wurde die Talstation der Drachenfelsbahn neugebaut.[7] Am 12. Juni 1953 wurde die Oberleitung in Betrieb genommen, anfangs verkehrte jedoch nur ein elektrischer Triebwagen (ET I). Nach und nach wurden weitere Triebwagen angeschafft, welche die Dampflokomotiven und Vorstellwagen sukzessive ersetzten. Diese Fahrzeuge aus den 1950er Jahren werden dabei bis heute genutzt, außer ET I. Im Sommer 1957 erfolgte ein umfassender Umbau der seither durch Beton, Stahl und Bruchsteinwände charakterisierten Talstation.
Am 14. September 1958 kam es zu einem schweren Unfall: Die Dampflokomotive der letzten Talfahrt an diesem Tag entgleiste durch überhöhte Geschwindigkeit, weil die Bremsen versagten. 18 Menschen starben, 112 wurden darüber hinaus verletzt.
Im März 1976 wurde die Mittelstation von der Nibelungenhalle 200 m bergwärts zum Schloss Drachenburg verlegt und zur gleichen Zeit an der Bergstation das zweite Gleis abgebaut.[7][6] Von Oktober 2004 bis März 2005 wurde die Talstation zu einem „Drachenfels Tourismus-Bahnhof“ als Kombination aus Bahnhof, Touristeninformation und Ausstellungsstätte umgebaut und erweitert.[7] Die Mittelstation am Schloss Drachenburg wurde von März 2010 bis Mai 2011 in modernisierter Form neu aufgebaut. Von 2012 bis 2013 folgte im Zuge der Umgestaltung des Drachenfels-Plateaus auch ein Umbau der Bergstation.

Adresse: Drachenfelsstraße 51, 53639 Königswinter
GPS-Daten: N 50,67426° O 7,19851°,
Öffnungszeiten:
Die Züge verkehren regulär im 30-Minuten-Takt. Die Abfahrt an der Talstation erfolgt dabei immer zur vollen und zur halben Stunde, die an der Bergstation entsprechend um eine Viertelstunde versetzt. Bei hohem Besucherandrang und Verfügbarkeit der Fahrer verkehren die Züge alle 15 Minuten. Die Fahrtzeit über die Gesamtstrecke beträgt acht Minuten, es gilt ein Sondertarif.

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia/Wikivoyage - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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