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Aigai (Aolis) - antike Stadt Besonders Sehenswert

Aigai, auch Aigaiai ist eine antike Stadt in der historischen Region Äolien. Sie liegt auf dem Bergrücken Gün Dagi beim Dorf Köseler.
Aigai wird bei Herodot und bei Strabon erwähnt. Es gehörte im achten vorchristlichen Jh. zum äolischen Zwölfstädtebund, nach dessen Ende zum lydischen, später zum Perserreich. Anfang des 4. Jhs. v. Chr. war es Teil des pergamenischen Reichs. Nachdem es zeitweise im Besitz der Seleukiden war, wurde es 218 v. Chr. von Attalos I. für Pergamon zurückerobert.

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Im Krieg zwischen Pergamon und Bithynien wurde es 156 v. Chr. durch Prusias II. zerstört. Nach einem durch die Römer vermittelten Frieden wurde die Stadt mit 100 Talenten entschädigt. Unter der pergamenischen Herrschaft wurden Marktanlagen und ein Apollotempel errichtet.
Im Jahr 17 n. Chr. wurde Aigai, nach dem Ende der Attaliden-Dynastie 133 v. Chr. unter römischer Herrschaft, durch ein Erdbeben völlig zerstört, erhielt jedoch von Kaiser Tiberius Hilfe für den Wiederaufbau.
Die Stadt liegt auf dem Gipfelplateau des steilen Gün Dagi, der von Norden bestiegen werden kann. Das Plateau ist von einer Mauer von 1,5 km Länge umgeben. Am Osthang liegen die Reste der dreigeschossigen Markthalle. Sie sind bis zu einer Höhe von 11 m erhalten und 82 m lang. Das Obergeschoss des hellenistischen Baus ist in römischer Zeit erneuert worden. Im Gelände verstreut sind, teilweise überwuchert, Reste von zahlreichen Bauwerken zu sehen, darunter die in Terrassen angelegte Akropolis, ein Theater, ein Gymnasium, ein Bouleuterion und die Fundamente von drei Tempeln.
Etwa fünf Kilometer östlich (eine Stunde Fußweg) liegen am Ufer des Baches, der um den Stadtberg fließt, die Fundamente eines Apollon-Heiligtums, eines ionischen Peripteraltempels aus dem 1. Jh. v. Chr., von dem noch das sechs Meter hohe Cellator aus drei Monolithen erhalten ist.
Die ersten westlichen Besucher von Aigai waren William Mitchell Ramsay und Salomon Reinach, die darüber 1881 im Journal of Hellenistic Studies und 1882 im Bulletin de correspondance hellenique berichteten. Ihnen folgten der Bauforscher Richard Bohn und der Prähistoriker Carl Schuchhardt, die im Rahmen der Ausgrabungen in Pergamon den Ort untersuchten und darüber 1989 ihre Schrift Altertümer von Aegae veröffentlichten.
Seit 2004 werden in Aigai unter der Leitung von Ersin Doger von der Ege Universitesi in Izmir Ausgrabungen durchgeführt. Bis 2010 waren unter anderem die Zugangsstraße, ein Bouleuterion, ein Odeon, Läden, zahlreiche Wasserleitungen und große Teile der Markthalle freigelegt worden. In den nächsten Jahren ist geplant, deren Fassade mit den noch zahlreich vorhandenen Originalsteinen wiederaufzurichten.

GPS-Daten:
N 38,83387° O 27,19349°
Hinweis:
Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:

©: Texte (und Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia/Wikivoyage - GNU-Lizenz für freie Dokumentation,

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