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Künstlerstädtchen Szentendre Besonders Sehenswert

Szentendre - Sankt Andrä – liegt nördlich von Budapest und hat sich seit 100 Jahren in den alten, engen Gässchen durch niedergelassene Maler, Bildhauer und Schriftsteller eine lebendige Kunstszene entwickelt. Der kleine Hauptplatz (Fö ter) ist ein kleiner, dreieckiger Platz im Zentrum der Altstadt mit vielen denkmalgeschützten Bauten und zahlreichen Galerien.

1926 wurde Szentendre zur Wirkungsstätte einer Künstlerkolonie. Deren Mitglieder arbeiten seitdem dort und bieten ihre Werke in den örtlichen Galerien und Ausstellungen dem Publikum an. In den 1990er Jahren öffnete sich die Stadt dem Tourismus. In den letzten Jahren bestimmt dieser Faktor mit einem internationalen Publikum und den üblichen Begleiterscheinungen wie Hotels, Gaststätten, Cafes und kleinen Läden das Stadtbild.
Das Gebiet um Szentendre war schon in der Steinzeit bewohnt. Ausgrabungen im Stadtgebiet belegen 20.000 Jahre alte Siedlungen. Später siedelten dort Illyrer, nach ihnen die Eravisker, ein keltischer Volksstamm. Unter Kaiser Augustus eroberten die Römer im 1. Jh. n. Chr. die Region. Im Stadtgebiet des heutigen Szentendre gründeten sie mit Ulcisia Castra (Wolfslager) ein Kastell, um das sich rasch ein Lagerdorf (Vicus) mit Gräberfeld entwickelte. Im 4. Jh. wurde die von Hilfstruppen belegte römische Garnison in Castra Constantia umbenannt und sollte in valentinianischer Zeit mit dem Kastell Göd-Bocsaujtelep eine auf dem anderen Ufer der Donau gelegene Gegenfestung erhalten, die jedoch nie fertiggestellt wurde. Am heutigen ethnographischen Freilichtmuseum entstand zu Beginn des 3. Jhs. In mehreren Bauphasen ein 5200 Quadratmetern großes römisches Landgut, Villa Rustica), eines der größten in Pannonien, das bis um 380–390 n. Chr. bestand und anschließend verlassen wurde. Die baulichen Reste der Anlage können besichtigt werden (Villa Rustica Szentendre-Skanzen).
Im 5. Jh. wurde mit der Völkerwanderung das aus Lagern und Wachtürmen bestehende Grenzschutzsystem in der Umgebung der Siedlung zerstört. Unter den Langobarden und besonders den ihnen nachfolgenden Awaren war die Siedlung ein bedeutender Ort.
Zur Zeit der ungarischen Landnahme wurde Szentendre 895 im Rahmen der Landnahme vom ungarischen Kurszan besetzt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt 1009. Auf einem Hügel befand sich die Kirche des heiligen Andreas, die dem Ort ihren Namen gab: aus lateinisch Sankt Andrae wurde ungarisch Szentendre, deutsch St. Andreas. Um den Kirchhügel gruppierten sich die Häuser der Stadt. Im 14. Jh. wurde die kleine Stadt, die auf Grund ihrer verkehrsgünstigen Lage zwischen den Zentren Buda und Visegrad an Größe und Bedeutung gewonnen hatte, befestigt.

1541 eroberten die Türken die nahe gelegene Festung Buda; das Land geriet unter osmanische Herrschaft. Während der Türkenkriege und der türkischen Herrschaft im 16. und 17. Jh. ging die Einwohnerzahl stark zurück. Als 1690 die Stadt Belgrad von den Türken zurückerobert wurde, mussten die dort lebenden Serben fliehen. Rund 6.000 von ihnen siedelten sich, von Kaiser Leopold I mit Privilegien ausgestattet, in Szentendre an. In der Folgezeit füllte sich die Stadt mit anderen Emigranten, unter anderem aus Dalmatien, Griechenland und Bosnien. Mit dem Frieden von Karlowitz zerschlug sich 1699 die Hoffnung dieser Neusiedler auf Rückkehr in ihre Heimatländer. Im 18. Jh. entstanden die festen Kirchen und festen Häuser der verschiedenen Volks- und Religionsgemeinschaften, denen die Stadt ihre bis heute bestehende barocke Prägung verdankt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten:
  • Bauwerke
    • Der Hauptplatz Fö ter ist von mehreren Barock- und Rokoko-Häusern umgeben. In seiner Mitte befindet sich eine 1763 als Danksagung für das Ende einer Pestepidemie errichtete Säule.
    • Ebenfalls am Hauptplatz befindet sind die Mariä Verkündigungs-Kirche, die 1752-1755 nach Plänen von Andreas Mayerhoffer, dem aus Salzburg stammenden Führer der Pester Baumeistergilde errichtet. Steinmetzarbeiten führte der ebenfalls aus Salzburg stammende, in Kaisersteinbruch (Csaszarköbanya) tätige Meister Johann Gehmacher durch. Die prächtige Einrichtung verbindet byzantinischen Bildinhalt mit Rokoko- und Zopfstil-Ornament. Die Ikonostase im Inneren malte Michael Zivkovic, ein serbischer Ikonenmaler aus Buda, im Jahre 1790. .
    • der Kirchenhügel (Templom ter) mit der im 13. und 14. Jh. erbauten römisch-katholischen, Johannes dem Täufer geweihten Pfarrkirche und der noch heute funktionierenden ältesten Sonnenuhr Ungarns. .
    • die Kirche Maria Himmelfahrt oder Belgradkathedrale, erbaut 1756 und 1764, mit einer Ikonenwand von 1780. .
  • Museen
    • Das ab 1967 errichtete ethnographische Freilichtmuseum Szabadteri Neprajzi Muzeum (Ethnographisches Freilichtmuseum), 1 km nordwestlich von Szentendre, veranschaulicht die bäuerliche Architektur und Wohnkultur Ungarns. Ausgestellt sind 80 Häuser, drei Kirchen, 200 Wirtschaftsgebäude, mehrere Brücken und eine Vielzahl von traditionellen Gebrauchs- und Kunstgegenständen.
    • Die Margit-Kovacs-Sammlung, in einem barocken Haus von 1750, zeigt Werke der Keramikkünstlerin Margit Kovacs (1902–1977), die zu der Künstlerkolonie von Szentendre gehörte.
    • Das Kmetty-Museum.
    • Die Szentendre-Galerie zeigt Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
    • Das Lajos-Vajda-Museum zeigt Werke von Lajos Vajda (1908–1941), der die Hoffnungslosigkeit der ungarischen Zwischenkriegszeit in Bilder fasste.
    • Czobel-Museum. Bela Czobel (1883–1976) war ein expressionistischer und fauvistischer Künstler.
    • Das 1951 am Fö-Platz in einem historischen Barockgebäude entstandene Karoly-Ferenczy-Museum zeigt in seiner Außenstelle, dem römischen Freilichtlapidarium am Dunakanyar-Ring, viele Steindenkmäler aus dem antiken Ulcisia Castra bzw. Castra Constantia. Am 1. Oktober 2010 wurde der bisherige Museumsbau am Fö-Platz als Entschädigung der lokalen serbisch-orthodoxen Kirche zurückgegeben. Die Sammlungen selbst zogen in ein wesentlich größeres restauriertes Herrenhaus in die Kossuth-Lajos-Straße 2012 um. Zu sehen sind dort ungarisches Kunsthandwerk sowie Werke des impressionistischen Malers Karoly Ferenczy und dessen Kinder, des Bildhauers Beni Ferenczy und der Gobelinkünstlerin Noemi Ferenczy. Einer der bekanntesten Söhne der Stadt, der Archäologe Sandor Soproni, war von 1951–1961 Museumsdirektor.
    • Das Konditoreimuseum beschäftigt sich unter anderem mit der weltberühmten ungarischen Dobostorte.
    • Das Amos Imre–Anna Margit-Museum zeigt Werke dieser beiden Künstler.
  • Kulinarische Spezialitäten.
    • das Nationales Weinmuseum.
    • das Szabo-Marzipanmuseum in der Ortsmitte, bietet Marzipan in allen erdenklichen Formen dar.



GPS-Daten:
N 47,66528° O 19,07750°
Hinweis:
Diese Stadt/Sehenswürdigkeit liegt an der Rundreise:
  • Neusiedler See – ung. Bernsteinstrasse – Plattensee – Budapest – ungarische Tiefebene weiter …

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